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    <name>Cinematheque Leipzig</name>
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  <title>Cinematheque Leipzig</title>
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  <updated>2011-09-28T10:20:09Z</updated>
 
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<title>Cairo 678</title>
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<updated>2012-02-23T03:20:41-02:00</updated>
<summary>In seinem Regiedebüt greift der Drehbuchautor Mohamed Diab das im Land am Nil u</summary>
<content>In seinem Regiedebüt greift der Drehbuchautor Mohamed Diab das im Land am Nil und von der Revolution tabuisierte Thema der sexuellen Belästigung auf. Diab erzählt von drei Frauen aus unterschiedlichen sozialen Schichten, die sich nicht länger mit männlichen Übergriffen abfinden wollen. Fayza (Boshra) wird ständig in den überfüllten Bussen der Metropole begrapscht, Seba (Nelly Karim) wurde vor Jahren Opfer einer Massenvergewaltigung und Nelly (Nahed El Sebaï) ist bei einem Überfall nur knapp ihren Peinigern entkommen. Ganz unterschiedlich reagieren die Frauen, die nicht mehr Opfer sein wollen - die eine zieht vor Gericht, die andere das Messer ...

Mit viel Einfühlungsvermögen nähert sich Diab seinem heiklen Thema, erzählt von einer rücksichtslosen Männergesellschaft und Frauen, die sich gegen traditionelle Rollenmuster zur Wehr setzen. Boshra und Maged El Kedwany erhielten auf dem Internationalen Filmfest von Dubai den Preis als beste Hauptdarstellerin bzw. als bester Hauptdarsteller.

In der naTo zeigen wir den Film im Original mit deutschen Untertiteln.</content>
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<title>Cheyenne - This Must Be the Place</title>
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<updated>2012-02-01T21:30:00-02:00</updated>
<summary>Cheyenne (Sean Penn) war ein gefeierter Rockstar</summary>
<content>Cheyenne (Sean Penn) war ein gefeierter Rockstar. Er ist 50 Jahre alt und sieht immer noch so aus wie damals, mit schwarzen, toupierten Haaren, weiß geschminktem Gesicht und rotem Lippenstift. Seit Jahren lebt er zurückgezogen mit seiner Frau Jane (Frances McDormand) in einer Villa in Dublin. Der Tod seines Vaters, mit dem er seit 30 Jahren nicht gesprochen hat, führt ihn zurück nach New York. Dort erfährt er von der Besessenheit seines Vaters: Rache zu nehmen für eine schwerwiegende Demütigung, die er vor vielen Jahren von einem Nazi-Schergen erfahren musste. Cheyenne beschließt, die Suche seines Vaters fortzuführen. Und begibt sich auf eine Reise, die ihn ins Herz der USA und zu sich selbst führt.

CHEYENNE - THIS MUST BE THE PLACE ist ein Roadmovie, wie es noch keines gegeben hat, mit Sean Penn in der Hauptrolle, wie man ihn noch nie gesehen hat. In der vor Ideen nur so strotzenden Verbeugung vor dem Kino der Achtzigerjahre von Jonathan Demme und David Lynch und der Rockmusik von The Cure und Talking Heads spielen Frances McDormand und Leinwandlegende Harry Dean Stanton weitere tragende Rollen. Die Musik stammt vom legendären Talking Head David Byrne, der in einer Gastrolle als er selbst zu sehen ist. Paolo Sorrentino löst mit seinem ersten in englischer Sprache und komplett außerhalb seines Heimatlandes gedrehten Film das Versprechen ein, das er mit der Cannes-Sensation IL DIVO vor drei Jahren gegeben hatte.

Wir zeigen in der naTo eine 35mm-Filmkopie in deutsch untertitelter Version.</content>
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<title>Das traurige Leben der Gloria S.</title>
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<updated>2012-02-01T20:00:00-02:00</updated>
<summary>Die Filmregisseurin Charlotte W</summary>
<content>Die Filmregisseurin Charlotte W. plant einen Dokumentarfilm über das Leben einer typischen Hartz IV-Empfängerin zu drehen. Gloria S. ist Schauspielerin an einem Off-Theater, wo eine mäßig engagierte und ebenso talentierte Truppe jeden Abend das Elend leerer Kassen und schlechter Vorführungen durchlebt. Als sie das Castingangebot von Charlotte liest, reift in ihr der Plan, sich dort zu „bewerben“ und Geld mit dem Vorspielen eines traurigen Lebens in einer Doku-Soap zu verdienen. Die Schauspielerin erfüllt die Erwartungen an sozial schwache Menschen für die ahnungslose Regisseurin perfekt. Ein Filmteam rückt bei ihr zu jeder Tag- und Nachtzeit an, um die prekären Lebensverhältnisse zu dokumentieren. Gloria schafft es nicht ganz, ihr Doppelleben vor den Theater-Kollegen und Freunden zu verheimlichen. Die wollen auch ein Stück vom Kuchen, und so erfinden sie auf die Schnelle einen Ehemann (Ex-Knacki), eine Tochter (schwanger) und deren Freund (kleinkriminell). Die vollkommene Trostlosigkeit: Alkohol, Arbeitslosigkeit, häusliche Gewalt, ungewollte Schwangerschaft – das Filmteam ist restlos begeistert, denn prekär ist hierfür gar kein Ausdruck! Der Dreh könnte ewig weitergehen, würde sich das Blatt nicht wie durch Zufall plötzlich wenden.

DAS TRAURIGE LEBEN DER GLORIA S. ist eine überdrehte Komödie über starke Frauen in der Krise, zwischen Glamour und Hartz IV, Kunst und Katastrophen, schlechtem Theater und dem harten Leben. Die Regisseurinnen Ute Schall und Christine Groß haben Erfahrungen mit der Frauen-Filmgruppe hangover ltd.* und der Berliner Volksbühne gemacht und wissen genau, wovon sie erzählen!

Leipzig-Premiere in der naTo. Wir zeigen den Film in einer digitalen Projektion.</content>
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<title>Generation Kunduz - Der Krieg der Anderen</title>
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<updated>2012-02-20T19:30:00-02:00</updated>
<summary>Kunduz ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Norden Afghanistans</summary>
<content>Kunduz ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Norden Afghanistans. 2001 fiel die Stadt erst nach Gegenwehr der Taliban an die Nordallianz, die für die US-Intervention am Boden kämpfte. Die Internationale Schutztruppe ISAF baute hier ihr erstes Lager außerhalb von Kabul auf. Bis 2006 blieb es relativ ruhig. Das Wiedererstarken bewaffneter Regierungsgegner und der Truppenausbau von NATO, US- und afghanischen Streitkräften machen Kunduz seitdem zu einem zunehmend umkämpften Schauplatz. 2009 befahl ein deutscher Offizier hier die Bombardierung zweier von Taliban entführter Tanklaster. Mindestens 90 Menschen kamen dabei ums Leben. Bis heute fehlt ein authentisches Bild von den Menschen in Kunduz. 

GENERATION KUNDUZ erzählt die Geschichte von fünf jungen Afghanen: Mirwais, 10 Jahre und noch ein Kind, redet über Krieg und Frieden fast wie ein Erwachsener. Nazanin, eine Lokalreporterin, kämpft für Gleichberechtigung obwohl sie die Burka tragen muss. Hasib, Student mit Baseballmütze, träumt von freien und fairen Wahlen. Ghulam und Khatera drehen einen Spielfilm, mitten im bewaffneten Konflikt. Der Film gibt Einblick in die Seelenlage einer jungen Generation, die zwischen Taliban und ausländischem Militär aufwächst und sich nach einer offenen Gesellschaft und einem arabischen Frühling am Hindukusch sehnt. 

Der mit dem Förderpreis der DEFA-Stiftung auf dem 54. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm 2011 ausgezeichnete Film ist insgesamt ein sehr gelungenes Portrait über die Auswirkungen des Krieges in Afghanistan auf die Zivilbevölkerung. Bewundernswert ist der Mut des Regisseurs und seines Teams sich in ein Krisengebiet zu begeben, immer mit der Angst, dass im nächsten Moment eine Bombe hochgehen könnte. Doch dieser Mut hat sich ausgezahlt, die Protagonisten des Filmes und ihre Schicksale berühren die Zuschauer zutiefst.

Wir zeigen den Film in der naTo. Es handelt sich um eine digitale Projektion im Original mit deutschen Untertiteln. Die Filmvorführung findet in Kooperation mit eurient e.V. statt.
Am 20.03. wird der Regisseur Martin Gerner für ein Filmgespräch zur Verfügung stehen.</content>
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<title>Le gamin au vélo - Der Junge mit dem Fahrrad</title>
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<updated>2012-02-23T03:20:41-02:00</updated>
<summary>Cyril (Thomas Doret) ist zwölf Jahre alt und hat schon niemanden mehr auf der W</summary>
<content>Cyril (Thomas Doret) ist zwölf Jahre alt und hat schon niemanden mehr auf der Welt, der ihm nahesteht. Die Mutter ist einfach nicht mehr da, der Vater (Jérémie Rennier) hat ihn in die Obhut eines Kinderheims übergeben und ist weggezogen, ohne eine Adresse oder eine Telefonnummer zu hinterlassen und Geschwister hat er auch keine. Und dennoch kämpft der Junge mit allen Mitteln um die Zuneigung seines abwesenden Vaters, läuft immer wieder weg aus dem Heim, immer auf der Suche nach dem Mann, dessen Zurückweisung er nicht wahrhaben will.

Dann gelingt es ihm dank der Friseurin Samantha (Cécile de France)  immerhin sein geliebtes Fahrrad wieder in seinen Besitz zu bringen. Dieses Fahrrad ist sein Anker in die frühere Welt, in der für den Jungen noch alles in Ordnung war. In Samantha gewinnt er eine Verbündete, eine Person, die echtes Interesse an ihm und seinem Wohlergehen zeigt, die sich um ihn sorgt und die ihm helfen will. Bei ihr kann er seine Wochenenden verbringen, sie macht sich mit ihm auf die Suche nach dem Vater.

LE GAMIN AU VÉLO ist ein typischer Film der Brüder Dardenne. In ihm findet man all das vor, was ihre Werke seit jeher auszeichnet - den unverwechselbaren, sehr reduzierten und realistischen Stil, ihr Interesse an sozialen Fragen und Beziehungen, das für sie typische Milieu der Menschen am Rande der Gesellschaft, ihre Sympathie für die Schwachen und ihre große Anteilnahme und Solidarität mit diesen &quot;Verlierern&quot; und &quot;Außenseitern&quot;. Das neue, warmherzige Meisterwerk von Jean-Pierre und Luc Dardenne gewann auf den Filmfestspielen in Cannes den großen Preis der Jury. Zudem wurde ihnen von der Europäischen Filmakademie der Europäische Filmpreis für das Beste Drehbuch verliehen.

Wir zeigen in der naTo eine 35-mm-Kinokopie mit deutschen Untertiteln.</content>
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<title>Melancholia</title>
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<updated>2012-02-01T17:30:00-02:00</updated>
<summary>Die depressive Justine (Kirsten Dunst) plant auf dem Schloss ihrer Schwester Cla</summary>
<content>Die depressive Justine (Kirsten Dunst) plant auf dem Schloss ihrer Schwester Claire (Charlotte Gainsbourg) zu heiraten. Von Anfang an steht das Fest unter keinem guten Stern. Denn das Hochzeitspaar kommt zur eigenen Feier zu spät und dies ist nur der Beginn einer Verkettung unglücklicher Umstände. Etwas später werden Justines Depressionen immer stärker und sie zieht zu ihrer Schwester und deren Mann John (Kiefer Sutherland). Zur gleichen Zeit wird bekannt, dass ein auf den Namen Melancholia getaufter Planet auf die Erde zurast. Während John versucht die beiden Schwestern davon zu überzeugen, dass der Himmelskörper unmöglich mit der Erde kollidieren, sondern an ihr vorüberziehen würde, bereiten sich Claire und Justine unterschiedlich auf die Apokalypse vor.

Einen wunderschönen geradezu opulenten Film über Depressionen und das Ende der Welt zu drehen: Wer außer dem dänischen enfant terrible Lars von Trier würde sich auf ein solches Filmprojekt einlassen? Die Crème de la Crème der europäischen Schauspielerriege: allen voran Charlotte Rampling, John Hurt und Stellan Skarsgård aber auch die Amerikanerin Kirsten Dunst (THE VIRGIN SUICIDES). Letztere gewann 2011 auf dem Festival in Cannes den Preis als beste Darstellerin, während der Regisseur des Filmes für einen Skandal sorgte und des Festivals verwiesen wurde. Bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises 2011 erhielt Lars von Triers Endzeitdrama zudem drei Trophäen: als Bester Europäischer Film, für die Kamera und das Szenenbild.

Wir zeigen in der naTo eine 35-mm-Kinokopie in deutsch untertitelter Version.</content>
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<title>Radioactivists</title>
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<updated>2012-02-13T19:30:00-02:00</updated>
<summary>Seit der Katastrophe am 11</summary>
<content>Seit der Katastrophe am 11. März 2011 erlebt Japan gesellschaftspolitische Erschütterungen von historischer Bedeutung. Besonders in Tokio entfacht ein Protest, der sich vor allem gegen die Regierung, Atomaufsichtsbehörde und den Energiekonzern TEPCO richtet. Straßenproteste galten hier bisher als seltener Anblick. Eine Protestkultur ist im Japan der „nuller“ Jahre quasi nicht existent. Eine Ausnahme bildet lediglich die Gruppe kreativer Aktivisten des Shirōto no ran, dem „Aufstand der Amateure“. In dem alternativen Viertel Kōenji treten sie für mehr Freiheit im öffentlichen Raum Tokios sowie eine einfallsreiche Do It Yourself-Kultur ein. Die Aktivisten um Shirōto no ran organisierten am 10. April 2011, knapp einen Monat nach der Katastrophe, die größte Demonstration in Japan seit den 1970er Jahren. Mehr als 15.000 Teilnehmer demonstrierten an diesem Tag gegen Atomkraft. Dabei geht es den meisten Aktivisten der japanischen Anti-Atom-Demos um mehr als den Atomausstieg. Sie wollen auch auf die schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen sowie die fehlenden Freiräume für ihre persönliche Entfaltung aufmerksam machen. 

Der Dokumentarfilm RADIOACTIVISTS – PROTEST IN JAPAN SEIT FUKUSHIMA setzt an dieser Stelle an, begleitet die Protestbewegung, zeigt die Hintergründe auf und lässt die kritischen Stimmen zu Wort kommen, die – nicht nur in Japan – immer lauter werden.

Wir zeigen den Film in der naTo im Original mit deutschen Untertiteln in einer digitalen Projektion.
Im Anschluss Filmgespräch mit Clarissa Seidel.</content>
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<title>Svinalängorna (Bessere Zeiten)</title>
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<updated>2012-01-26T22:00:00-02:00</updated>
<summary>BESSERE ZEITEN trug anlässlich der Uraufführung im Rahmen der Lübecker Nordis</summary>
<content>BESSERE ZEITEN trug anlässlich der Uraufführung im Rahmen der Lübecker Nordischen Filmtage mit  'Schweinestall' einen an die schwedische Originalversion 'Svinalängorna' angelehnten Filmtitel. Als „Schweinestall“ bezeichnet die schwedische Umgangssprache einen Vorort der Großstadt Ystad, in dem sozial benachteiligte Einwanderer besonders in den 1960er und 1970er Jahren unter bedrängten Verhältnissen hausen mussten. Auch die 34-jährige Leena (Noomi Rapace) ist dort aufgewachsen, lebt aber mittlerweile mit Mann Johan (Ola Rapace) und Kindern in Stockholm. Als sie eines Tages erfährt, dass ihre Mutter im Sterben liegt, macht sich Leena auf die Reise zurück nach Ystad, um ihrer Mutter ein letztes Mal zu sehen. Auf der mehrstündigen Autofahrt kommen Kindheitserinnerungen hoch: Die anfänglichen Hoffnungen ihrer aus Finnland eingewanderten Eltern, in Schweden Fuß zu fassen. Der Alkoholismus des Vaters und die schweren Depressionen der Mutter. Der Tod des kleinen Bruders. 

Mit einem exzellenten Darstellerensemble – allen voran „MILLENIUM”-Star Noomi Rapace und Outi Mäenpää aus ZUGVÖGEL – gelingt Debütregisseurin Pernilla August, die als Schauspielerin in Filmen Ingmar Bergmans bekannt wurde, ein ergreifendes, aber nie larmoyantes Drama über die Macht kindlicher Traumata, die bis ins Erwachsenenalter nachwirken. Bei der Premiere in Venedig verglichen Kritiker ihren Film mit den Sozialdramen Ken Loachs und Mike Leighs.

Erst im Februar erlebt Leipzig in der naTo eine reguläre Kinopremiere von BESSERE ZEITEN - SVINALÄNGORNA im schwedischen Original mit deutschen UT. Wir zeigen eine 35mm-Kinokopie.</content>
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<title>The Light in Her Eyes</title>
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<updated>2012-01-29T19:30:00-02:00</updated>
<summary>Der bemerkenswerte Independent-Dokumentarfilm THE LIGHT IN HER EYES zeigt wie ju</summary>
<content>Der bemerkenswerte Independent-Dokumentarfilm THE LIGHT IN HER EYES zeigt wie junge Frauen in einer Koranschule von Houda al-Habash selbst die Verantwortung für ihre religiöse Erziehung übernehmen. Und auch warum sich moderne Frauen in einer sich rasch wandelnden Gesellschaft für den Islam und seine kulturellen Traditionen entscheiden. Julia Meltzer und Laura Nix führen uns in eine Moschee in Syrien und damit in eine Welt, zu der Außenstehende nur sehr selten Zutritt erhalten. 

Die Dreharbeiten zu THE LIGHT IN HER EYES wurden im November 2010, somit vier Monate vor Beginn des syrischen Aufstandes, beendet. Der Dokumentarfilme wurde 2011 auf dem Internationalen Documentar Film Festival in Amsterdam uraufgeführt.

Wir zeigen den Film in der naTo. Es handelt sich um eine digitale Projektion im Original mit englischen Untertiteln.
Die Filmvorführung findet in Kooperation mit eurient e.V. statt.</content>
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<title>Turistas</title>
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<updated>2012-01-26T20:00:00-02:00</updated>
<summary>Eine kaputte Beziehung</summary>
<content>Eine kaputte Beziehung, ein abgehalftertes Pop-Idol, ein skandinavischer Tourist und eine ganze Sammlung von Insekten sind die Ingredienzien von Alicia Schersons zweitem Spielfilm. Auf dem Weg in den Urlaub geraten Carla, Ende 30, und ihr Ehemann Joel in Streit. Carla setzt ihren Weg zu Fuß fort. Im „Siete Tazas“-Natur-Reservat trifft sie den norwegischen Backpacker Ulrik. Der Parkwächter Orlando entpuppt sich als Ex-Star, seine zwei Nichten sind skrupellose Biester und die kleine Parkgesellschaft erlebt zwischen Sex, Party und Badminton genau dieselben emotionalen Desaster wie Carla in Santiago. Leichthändig inszeniert die chilenische Regisseurin ein dennoch tiefgründiges Drama mit ironischen Untertönen. Sie entlässt uns in TURISTAS mit einem heiteren Feriengefühl und der verflixten Ahnung, dass wir auch dann Touristen sind, wenn wir nicht reisen. Selten wurde im Kino so erfrischend und frei über die Tücken des Erwachsen-Seins sinniert. 

1974 in Santiago de Chile geboren, hat Alicia Scherson nach dem Studium  der Biologie an der renommierten lateinamerikanischen Filmschule EICTV in San Antonio de los Banos studiert und 1999 ein Stipendium für die University of Illinois in Chicago erhalten, wo sie ihre Kenntnisse in Sachen Film vertiefte. Sie inszenierte mehrer Kurzfilme, von denen fast alle ausgezeichnet wurden. Zurück in Santiago, wirkte sie selber als Dozentin und realisierte 2005 ihren ersten Spielfilm PLAY, mit dem sie auf Anhieb den Tiger Award in Rotterdam gewann. PLAY lief 2007 ebenfalls in der naTo. 

TURISTAS erlebte bei den Argentinischen Filmtagen 2011 seine hiesige Premiere (Sektion Ventana Latina) und läuft nun zum ersten Mal regulär in einem Leipziger Kino. Wir zeigen in der naTo eine 35-mm-Kinokopie auf Spanisch mit deutschen UT.</content>
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<title>Versicherungsvertreter - Die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker</title>
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<updated>2012-02-08T20:00:00-02:00</updated>
<summary>Mit 22 erst aus dem Kinderzimmer in der elterlichen Wohnung ausgezogen</summary>
<content>Mit 22 erst aus dem Kinderzimmer in der elterlichen Wohnung ausgezogen, in dem er die erste eigene Firma gründete. Mit 32 schon insolvent und 21 Millionen Euro Schulden. Dazwischen liegt &quot;die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker&quot;. Regisseur Stern hat vorher Filme wie &quot;Weltmarktführer – Die Geschichte des Tan Siekmann&quot; (2004) und &quot;Henners Traum – Das größte Tourismusprojekt Europas&quot; (2008) gemacht und bezeichnet Größenwahn als sein Spezialgebiet. Diesbezüglich ist er nun bei Göker wieder genau an den richtigen Mann geraten. MEG (genau, benannt nach seinen Initialen) heißt die Firma, die dieser nach seiner Ausbildung zum Versicherungskaufmann gründete, denn schließlich wollte er mehr als &quot;nur einen Krümel vom Kuchen abhaben&quot;. Und tatsächlich: mit 25 hat er mit dem Vertrieb privater Krankenversicherungen am Telefon seine erste Million gescheffelt. Die Firma wächst, der Umsatz steigt, neue Mitarbeiter werden angeworben, großzügige Provisionen werden in Aussicht gestellt und auch gezahlt, verschwenderische Incentive-Reisen wie z.B. zum Luxus-Shopping erster Klasse bei Armani und Gucci in New York gehören zu den kleinen Annehmlichkeiten für die besten Mitarbeiter, der Fuhrpark besteht aus Porsches und Ferraris und die Jubel-Veranstaltungen zur Ehrung erfolgreicher Mitarbeiter stellen in ihrem megalomanischen Pomp und auch in ihrer Länge die Oscar-Verleihung in den Schatten – wie Firmenvideos dokumentieren.

Klaus Stern greift bei seiner Erkundung des Phänomens Mehmet E. Göker auf eine Fülle von Quellen zurück, firmeninterne Videos, Handyaufnahmen von Mitarbeitern, angekauftes TV-Material. Schon seit 2006 war er an dem Thema dran, hat auch Interviews mit ehemaligen Mitarbeitern gedreht und schließlich auch Göker selbst für ein paar Drehtage vor die Kamera bekommen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Versicherungsmakler allerdings längst pleite und muss sich wegen Veruntreuung und Insolvenzverschleppung vor Gericht verantworten. Die große Stärke des Film liegt darin, dass er die Ereignisse nicht chronologisch aufrollt, sondern in einer Dramaturgie der Zuspitzung sein vielfältiges Material clever ins Spiel bringt, erzählerische Bögen schlägt und die Eindrücke zum richtigen Zeitpunkt ausreizt.

Nachdem der Film im Rahmen von Dok Leipzig FF 2011 lief, feiert er nun in digitaler Projektion seine Leipziger Kino-Premiere in der naTo.</content>
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