Rapping in Tehran / On the Border of Desperation in der Cinémathèque Leipzig

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02.12. Sonntag

19:00Sorry Angel
22:00MATANGI / MAYA / M.I.A.

04.12. Dienstag

20:00#Female Pleasure
22:00MATANGI / MAYA / M.I.A.

06.12. Donnerstag

20:00MATANGI / MAYA / M.I.A.
22:00#Female Pleasure

11.12. Dienstag

19:00Weiterleben
22:00#Female Pleasure

12.12. Mittwoch

20:00#Female Pleasure
22:00MATANGI / MAYA / M.I.A.

13.12. Donnerstag

20:00Leto
22:15#Female Pleasure

15.12. Samstag

19:00La Commune (Paris 1871)

18.12. Dienstag

20:00Leto
22:15MATANGI / MAYA / M.I.A.

19.12. Mittwoch

20:00MATANGI / MAYA / M.I.A.
22:00Leto

20.12. Donnerstag

20:00Cold War
22:00Leto

23.12. Sonntag

19:00Leto
21:30Cold War

26.12. Mittwoch

20:00Cold War
22:00Suspiria

27.12. Donnerstag

19:00A fábrica de nada
22:00Suspiria

28.12. Freitag

19:00Cold War
21:00A fábrica de nada

29.12. Samstag

19:00A fábrica de nada
22:00Suspiria

30.12. Sonntag

19:00Cold War
21:00Suspiria

Monatsprogramm Dezember

Bitte beachten: Onlinereservierungen sind zur Zeit leider nicht möglich.

Bitte anrufen oder einfach ca. 20 Minuten vor Filmbeginn da sein.

SINGLE SIZE
Kurzfilm im Dezember

The Last Coin
Daniel Britt
2009
3:49 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

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Rapping in Tehran / On the Border of Desperation Rapping in Tehran / On the Border of Desperation
  • Mi 28.10. 17:00
    die naTo

Rapping in Tehran / On the Border of Desperation

Im Festival DOK Leipzig 2009

95 min

DOK LEIPZIG 2009 // Internationales Programm Dok

Rapping in Tehran
R: Hassan Khademi, Iran 2009, 37min, engl. UT
Wenn irgendwo auf der Welt der Begriff "Underground" für einen bestimmten Musikstil zutreffend ist, dann für Rap im sittenstrengen Iran. Verboten ist in der islamischen Republik seit Anfang der 1990er Jahre praktisch jede Popmusik, doch gegen Rapper gehen die Sicherheitskräfte des Staates mit besonderer Härte vor. Ihr an westlichen Vorbildern orientiertes Outfit, ihre Texte über Identitätskonflikte und sexuelle Not oder die Tatsache, dass junge Frauen über sich und ihre Probleme singen, ist allemal Grund genug, die wenigen Studios in der Stadt mit Razzien zu überziehen und die Websites der bekanntesten Sänger und Gruppen immer wieder zu schließen. Mit dem einzigen Erfolg, dass für eine geschlossene Site vier neue entstehen, dass die Studios, die hier geschlossen werden, woanders neu entstehen und an Attraktivität für die Szene gewinnen. RAPPING IN TEHRAN erzählt von dem zähen Kampf junger Menschen gegen die starren Regeln einer Regierung alter Männer, die sich, auf lange Sicht gesehen, vergeblich gegen ihre Jugend stemmen wird. Denn die Musik verbreitet sich weiter: über das Internet, über Exil-Rapper, die von Dubai aus ihre Texte in das Land senden, über Handys, über geheime Partys. Allemal zu bewundern ist der Mut, mit dem sie auf dem Recht bestehen, ihr eigenes Leben zu führen.


On the Border of Desperation (Förtvivlans Gräns)
R: Nima Sarvestani, Schweden 2008, 58 min, engl. UT
So ist das eben im Nachrichtengeschäft. Wir hören viel und erfahren nichts wirklich. Beispiel Kurdistan, Iran. Von den extrem harten Lebensbedingungen in dieser Grenzregion zum Irak zu berichten ist vergleichsweise unsexy, wenn man Zeitungen und Nachrichtenkanäle auch mit den großen Themen füllen kann: Oppositionsbewegung in Teheran, Bombenanschläge in Bagdad, islamische Fundamentalisten – was auch immer. Reden wir also über gewöhnliche Menschen wie die 50-jährige Tala und die beiden Teenager Rebwar und Shahoo, Beruf Benzinschmuggler. Unter Einsatz ihres Lebens überqueren sie Tag für Tag illegal die Grenze zwischen Iran und Irak, mit zwei gefüllten Benzinkanistern auf dem Rücken. Jeder Kanister 20 Liter schwer, Einkaufspreis im Iran 6 Dollar, Verkaufspreis im Irak zwischen 7 und 8 Dollar. Für diesen mageren Gewinn pro Tour sind sie den ganzen Tag unterwegs, kämpfen sich durch Minenfelder, meterhohe Schneewehen, werden von Grenzern gejagt und beschossen und sind am Ende den Aufkäufern und deren Preisen ausgeliefert. ON THE BORDER OF DESPERATION ist ein bewegendes Dokument über Menschen, die einen Weg aus der Armut suchen, in die sie hinein geboren wurden. Um auf die allgemeine Nachrichtenlage zurückzukommen: wem der Benzinschmuggel zwischen zwei der ölreichsten Länder der Welt absurd vorkommt, der hat Recht. Nur – wer weiß das schon?