Exit in der Cinémathèque Leipzig

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Monatsprogramm Oktober

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Kurzfilme im Oktober

04.10. – 13.10.2018

THE OTHER DAY (OR WAS IT NIGHT?)
Christine Gensheimer
2015
3:56 min


14.10. – 28.10.2018

BENNY THE VEGETARIAN FROG HAS BLOOD ON HIS HANDS

Dan Castro

2015
0:52 min


vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

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Exit Exit

Exit

DOK Leipzig 2018

76 min

Exit
Dir: Karen Winter, Norway / Germany / Sweden 2018, Documentary Film, 76 min, Danish/ French/ German/ English/ Norwegian with English subtitles

When Karen Winther comes across a few old boxes during a move she finds herself confronted with her past. On top are some swastika stickers, next to a tape labelled “Blitz” and “Hits”, and a lot of stuff decorated with the imperial eagle. Twenty years ago she joined a right-wing extremist organisation in Norway, looking for adventure and like-minded people. “It’s embarrassing to look at,” she comments in the voice over. “Exit” is her film, her story, and yet the plot soon points in other directions, refuses to be constrained by its own structure. Winther travels to the US to meet women who also used to move in right-wing extremist circles. She sits in the car with a former left-wing extremist activist, talking about a formative encounter many years ago. She meets Ingo Hasselbach, “The Führer of Berlin”, whose career in the East German neo-Nazi scene is the subject of Winfried Bonengel’s film “Führer Ex”. And she meets a former jihadist who served a sentence in a Paris prison. In addition to surprisingly similar motivations and experiences, what they all have in common are the difficulties caused by their “Exits” – feelings of guilt, but also threats from still active members.

Als Karen Winther wegen eines Umzugs alte Kisten in die Hände fallen, ist sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Gleich obenauf liegen Aufkleber mit Hakenkreuzen, daneben eine Kassette mit der Aufschrift „Blitz“ und „Hits“, einiges anderes Material mit Reichsadlern. Vor zwanzig Jahren schloss sie sich einer rechtsextremistischen Organisation in Norwegen an, suchte dort das Abenteuer und Gleichgesinnte. „It‘s embarrassing to look at“, spricht sie im Off-Kommentar. „Exit“ ist ihr Film, ihre Geschichte und doch weist die Handlung schnell in andere Richtungen, bleibt nicht im eigenen Gefüge verhaftet. Winther reist in die USA, um Frauen zu treffen, die sich ebenfalls im rechtsextremen Milieu bewegten. Sie sitzt mit einem ehemaligen linksextremen Aktivisten im Auto und unterhält sich über eine prägende Begegnung, viele Jahre zuvor. Sie lernt Ingo Hasselbach, „The Führer of Berlin“, kennen, von dessen Ausstieg aus der ostdeutschen Neonazi-Szene der Wendejahre Winfried Bonengels Film „Führer Ex“ handelt. Und sie kommt mit einem Ex-Dschihadisten zusammen, der seine Strafe in einem Pariser Gefängnis abgesessen hat. Neben überraschend verbindenden Motivationen und Erfahrungen teilen alle Schwierigkeiten, die mit ihren „Exits“ zusammenhängen, Schuldgefühle, aber auch Gefährdungen seitens noch aktiver Mitglieder.
---Carolin Weidner


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