América in der Cinémathèque Leipzig

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Monatsprogramm Dezember

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Kurzfilm im Dezember

The Last Coin
Daniel Britt
2009
3:49 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

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América América
  • Mi 31.10. 20:00
    die naTo

América

76 min

América
Dir: Erick Stoll, Chase Whiteside, USA 2018, Documentary Film, 76 min, Spanish with English subtitles

The outer layer consists of kissing and touching. A film wrapped in tenderness, surrounded by gestures of intimacy, sensitivity and warmth. Diego and his two brothers have returned to Colima in Western Mexico to take care of their 93-year-old grandmother. América is the name of this old woman with dreaming eyes and a warm smile, who is bedded and blanketed by the brothers at night, washed and dressed by them in the morning, cosseted, protected, surrounded by them at noon. The brothers’ father is in prison, their economic situation is precarious and the workload boundless. But human dignity and the law of responsibility are unquestionable, uncheatable. Never – whatever the cost, be it money, time, strength or a brawl – would Diego, Rodrigo and Bruno take their grandmother to a nursing home. The US directors Erick Stoll and Chase Whiteside followed the family for a period of three years and are now presenting an intimate debut film that is more than a document of the ethics of responsibility. It’s, and this is what one should call it, a piece of evidence for humanism.

Die äußerste Schicht besteht aus Küssen und Berührungen. Ein Film, eingehüllt in Zärtlichkeit, umgriffen von Gesten der Innigkeit, Empfindsamkeit und Herzlichkeit. Diego und seine beiden Brüder sind nach Colima, in den Westen Mexikos, zurückgekehrt, um ihre 93-jährige Großmutter zu pflegen. América heißt diese alte Frau mit den träumenden Augen und dem warmen Lächeln, die abends von den Brüdern ins Bett gebracht und zugedeckt wird, die morgens von ihnen gewaschen und angekleidet wird, die mittags von ihnen umsorgt, beschützt, umtanzt wird. Der Vater der Brüder sitzt im Gefängnis, die ökonomische Situation ist prekär und die Arbeit, die anfällt, ist uferlos. Aber die Würde des Menschen und das Gesetz der Verantwortung sind unhinterfragbar, unhintergehbar. Niemals – und koste es, was es wolle, koste es Geld, Zeit, Kräfte oder eine Schlägerei – würden Diego, Rodrigo und Bruno ihre Großmutter in ein Altersheim bringen. Über einen Zeitraum von drei Jahren begleiteten die US-amerikanischen Regisseure Erick Stoll und Chase Whiteside die Familie und legen mit diesem intimen Film ein Debüt vor, das mehr ist als ein Dokument der Verantwortungsethik. Es ist, so müsste man es nennen, ein Beweisstück für den Humanismus.
---Lukas Stern

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