In den letzten Tagen der Stadt I mit Einführung in der Cinémathèque Leipzig

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ProgrammNovember

INTERIM

Wir haben jetzt eine zweite Veranstaltungsstätte!

INTERIM der Cinémathèque Leipzig

Das aktuelle Programm findet ihr hier.

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MUSIC IN MOTION

Kurzfilm im November

Die Amsel
Christine Gensheimer
2015
2:45 min


vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

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In den letzten Tagen der Stadt I mit Einführung In den letzten Tagen der Stadt I mit Einführung
  • Mi 30.10. 19:00
    die naTo

In den letzten Tagen der Stadt I mit EinführungAkher ayam el madina

paradoks

Ägypten/BRD/UK/Vereinigte Arabische Emirate 2016, 118 min, Regie: Tamer El Said
mit Khalid Abdalla, Laila Samy, Hanan Youssef, Maryam Saleh, Hayder Helo, Basim Hajar, Bassem Fayad, Ali Sobhi
Format:DCP

Sprache: Arabisch mit deutschen Untertiteln
Language: Arabic with German subtitles

Aus der Filmreihe: paradoks

Dokumentarfilme und Spielfilme teilen sich die Wirklichkeit – wenn auch eine verschiedene und von verschiedenen Standpunkten aus. Während erstere ihren Anspruch in der Regel durch sorgfältiges Vermeiden oder Kaschieren jeglicher Inszenierung zu erwerben versuchen, schafft im Spielfilm gerade die Inszenierung und mit ihr das Erzeugen eines künstlichen Raums die Voraussetzung dafür, dass das Publikum das filmische Erlebnis als ein wirkliches wahrnimmt.
Doch was geschieht, wenn die Werkzeuge und Voraussetzungen des dokumentarischen Filmens auf den Spielfilm übertragen werden? Was geschieht, wenn der Spielfilm die Kontrolle über seine Inszenierung nicht nur aus der Hand, sondern aufgibt? Und was, wenn er sich dokumentarische Bilder zugunsten einer fiktiven Narration einverleibt?


Die Momentaufnahme einer Stadt am Vorabend eines fundamentalen Umbruchs:
Kairo 2009, zwei Jahre vor der ägyptischen Revolution. Tamer El Saids Alter Ego Khalid ist Filmemacher und ringt verzweifelt darum, die Seele seiner Heimatstadt einzufangen, bevor sie sich für immer verändern wird. Immer wieder betrachtet er seine Bilder, als warte er darauf, dass sie einen Sinn ergeben. Khalid arbeitet an einem Dokumentarfilm, doch die Geschichten seiner Protagonist*innen scheinen von irgendwoher aus seinem Inneren zu stammen. Je mehr er in der Außenwelt nach Anknüpfungspunkten sucht, desto mehr scheinen sie zu verschwinden.
Die Grenze zwischen Fiktion und Dokumentarischem verschwimmt in El Saids zutiefst persönlichen Film vielfach: Das von Khalid gedrehte Material fügt sich nahtlos in die filmische Erzählung ein, El Saids echte Wohnung dient im Film als Zuhause des Protagonisten und reale Freunde des Regisseurs tauchen auf den verschiedenen Handlungsebenen als sie selbst auf – und überhaupt scheinen die Protagonisten in eine Nebenrolle abzugleiten angesichts der gewaltigen Wirklichkeit, die auf Kairos Straßen ihren Lauf nimmt.

Mit Einführung