College in der Cinémathèque Leipzig

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College College
  • 26.01.2013
    Grassi

College

Kinoorgel live

USA 1927, OF (stumm), Spielfilm, 66 min, Regie: Buster Keaton, James W. Horne
mit Buster Keaton, Anne Cornwall, Florence Turner, Harold Goodwin

Sport ist nach Ronalds (Buster Keaton) Ansicht Mord. Als Bester seines Jahrgangs hält er eine Abschlussrede, die genau diese Argumentation verfolgt. Die anwesenden Lehrer als auch Mary (Anne Cornwall), das populärste Mädchen der Schule, missbilligen diese Sichtweise. Um Mary wieder für sich zu gewinnen, schreibt sich Ronald ebenso wie sie an einer Sportuniversität ein. Dort scheitert er nicht nur in sämtlichen Disziplinen, sondern auch in allen Nebenjobs, die er gezwungen ist anzunehmen. Erst als Mary von seinem - sehr athletischen - Nebenbuhler bedrängt wird, wächst Ronald über sich hinaus, kann die Geliebte dank Sprint und Hochsprung erretten und auf der Stelle heiraten ...

COLLEGE entstand nach Keatons teuersten Film THE GENERAL, der ein finanzieller Misserfolg war. Als Konsequenz wurden Buster Keaton von seinem Produzenten Joe Schenck starke finanzielle Beschränkungen auferlegt und für folgende Filme ein Drehbuchautor sowie ein Ko-Regisseur, im Fall von COLLEGE James W. Horne, zur Seite gestellt. Keaton war darüber alles andere als glücklich. Tatsächlich sollte dies der Anfang vom Ende seiner Unabhängigkeit als Filmemacher sein. So nimmt sich COLLEGE im Vergleich zu anderen Keaton-Filmen, die u. a. mit gigantischen Bauten, aufwendigen Stunts und Effekten beeindrucken, eher konventionell aus. Letztlich spielte der mit starker Kontrolle seitens des Produzenten entstandene Film noch weniger Geld ein als THE GENERAL. Wie die meisten Keaton-Filme wurde COLLEGE erst von der Nachwelt gebührend für seinen Humor gewürdigt und als ein Meisterwerk des klugen Slapsticks geschätzt. Denn anders als es bei vielen Komödien der Gegenwart der Fall ist, ist es möglich beim Sehen dieses Filmes Tränen zu lachen.

Die Cinémathèque Leipzig zeigt den Stummfilm in einer 16mm-Kopie in Kooperation mit dem Museum für Musikinstrumente im Grassimuseum Leipzig.

An der historischen Kinoorgel spielen Clemens Lucke, Kantor in der St. Petri-Nikolai in Freiberg (Sachsen) und Christoph Küstner, Organist und Dozent für Musik in São Luis, Brasilien. Einführung durch die Filmwissenschaftlerin Claudia Cornelius.

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