Cäsar muss sterben in der Cinémathèque Leipzig

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02.01. Donnerstag

19:00Campo
21:00Systemsprenger

03.01. Freitag

19:00Campo
21:00Systemsprenger

04.01. Samstag

19:00Bis dann, mein Sohn | mit Einführung

06.01. Montag

19:00Campo
21:00Systemsprenger

07.01. Dienstag

19:00Gundermann Revier | mit Regiegespräch
22:00Campo

08.01. Mittwoch

19:00Gundermann Revier
21:00Systemsprenger

11.01. Samstag

19:00Angelo
21:30Gundermann Revier

12.01. Sonntag

19:00Gundermann Revier
21:00Angelo

13.01. Montag

19:00Gundermann Revier
21:00Angelo

14.01. Dienstag

19:00Bis dann, mein Sohn | mit Einführung

15.01. Mittwoch

19:00The Venerable W I mit Diskussion
22:00Gundermann Revier

19.01. Sonntag

19:00Angelo
21:15Campo

21.01. Dienstag

19:00La isla mínima
21:15Angelo

22.01. Mittwoch

19:00Bis dann, mein Sohn | mit Einführung

23.01. Donnerstag

19:00Freies Land
21:30La isla mínima

27.01. Montag

19:00Der Fall Johanna Langefeld | mit Regiegespräch
22:00Freies Land

28.01. Dienstag

18:00Alles auf Anfang I mit Regiegespräch
21:30Freies Land

29.01. Mittwoch

19:00Freies Land
21:30La isla mínima

ProgrammJanuar

INTERIM

Ab sofort finden alle unsere Vorführungen statt, wenn mindestens ein*e Zuschauer*innen da ist. Also keine Angst mehr vor dem Besuch weniger bekannter Filme ;)

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Cäsar muss sterben Cäsar muss sterben
  • 18.01.2013
    die naTo
  • 19.01.2013
    die naTo
  • 20.01.2013
    die naTo
  • 21.01.2013
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  • 22.01.2013
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Cäsar muss sterbenCesare deve morire

Italien 2012, OmU, 76 min, Regie: Paolo Taviani, Vittorio Taviani
mit Cosimo Rega, Salvatore Striano, Giovanni Arcuri, Antonio Frasca

Fast ein Jahr nach seinem Sieg bei der Berlinale kommt der italienische Bären-Gewinner CÄSAR MUSS STERBEN ins Kino. In dem überwiegend in Schwarz-Weiß gedrehten, halbdokumentarischen Film geht es um Strafgefangene, die ein Theaterstück proben.

In Rom gibt es ein modernes Gefängnis, gleichwohl hat es den Hochsicherheitstrakt für die Lebenslänglichen, die Mörder, Vergewaltiger, Totschläger. Das Moderne an der römischen Strafanstalt Rebibbia ist u.a., dass es das Angebot zum Theaterspielen für alle Häftlinge gibt. So fallen wir mitten in den Film hinein und er in uns, indem ein Theaterregisseur – gespielt von Fabio Cavalli – Probesprechen lässt. Alle müssen sich der Reihe nach vorstellen, ihren Namen und ihre Herkunft in ihrer Muttersprache, also dialektgebunden vortragen. Auch im Stück sprechen sie Shakespeare in ihrem jeweils heimatlichen Dialekt. Das Besondere an der Vorstellung ist, dass sie es einmal verhalten, leise, weinend tun und ein zweites Mal, ohne Übergang, laut, schreiend, böse, einfach aggressiv mit verzerrten Gesichtern. Dem Publikum wird schlagartig klar, welch therapeutische Wirkung allein darin schon liegt.

Der Anspruch dieses Films der Taviani-Brüder geht über solche psychologischen Selbstverständlichkeiten weit hinaus. So richtig beginnt er – und endet auch wieder - mit dem Ende, dem Schlussapplaus für die Strafgefangenen, die JULIUS CÄSAR von Shakespeare aufgeführt haben, nach Meinung des Publikums auf der Leinwand: grandios, was die Kinozuschauer_innen bestätigen. Wir sehen, wie die Gefangenen wieder in ihre Zellen zurückkehren, nachdem ein halbes Jahr für diese Premiere geprobt wurde und nun einer der Gefangenen sagt: „Seit ich der Kunst begegnet bin, ist diese Zelle für mich ein Gefängnis geworden.“

Die Cinémathèque zeigt den Film im italienischen Original mit deutschen Untertiteln digital in der naTo.

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