Fugazi. Centrum wszechświata in der Cinémathèque Leipzig

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02.01. Donnerstag

19:00Campo
21:00Systemsprenger

03.01. Freitag

19:00Campo
21:00Systemsprenger

04.01. Samstag

19:00Bis dann, mein Sohn | mit Einführung

06.01. Montag

19:00Campo
21:00Systemsprenger

07.01. Dienstag

19:00Gundermann Revier | mit Regiegespräch
22:00Campo

08.01. Mittwoch

19:00Gundermann Revier
21:00Systemsprenger

11.01. Samstag

19:00Angelo
21:30Gundermann Revier

12.01. Sonntag

19:00Gundermann Revier
21:00Angelo

13.01. Montag

19:00Gundermann Revier
21:00Angelo

14.01. Dienstag

19:00Bis dann, mein Sohn | mit Einführung

15.01. Mittwoch

19:00The Venerable W I mit Diskussion
22:00Gundermann Revier

19.01. Sonntag

19:00Angelo
21:15Campo

21.01. Dienstag

19:00La isla mínima
21:15Angelo

22.01. Mittwoch

19:00Bis dann, mein Sohn | mit Einführung

23.01. Donnerstag

19:00Freies Land
21:30La isla mínima

27.01. Montag

19:00Der Fall Johanna Langefeld | mit Regiegespräch
22:00Freies Land

28.01. Dienstag

18:00Alles auf Anfang I mit Regiegespräch
21:30Freies Land

29.01. Mittwoch

19:00Freies Land
21:30La isla mínima

ProgrammJanuar

INTERIM

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Fugazi. Centrum wszechświata Fugazi. Centrum wszechświata
  • Mo 27.11. 19:30
    die naTo

Fugazi. Centrum wszechświataThe Centre of the Universe

filmPOLSKA reloaded - Das Polnische Institut zeigt

Polen 2017, OmeU, Animadok, 40 min, Regie: Leszek Gnoiński

Format:DCP

Sprache: Polnisch mit englischen Untertiteln
Language: Polish with english subtitles

FUGAZI – für viele war das nur ein kurzlebiger Musikklub irgendwo in Warschau. Aber für andere war er für elf lange Monate das Zentrum des Universums.

Anfang der Neunziger, in den Wirren der Nachwendezeit, als in Berlin die Technoclubs aus dem Boden schossen, herrschte auch in der polnischen Hauptstadt Aufbruchstimmung. Vieles war ungeordnet, vieles im Umbruch, was auch bedeutete: Vieles war möglich. Zum Beispiel, dass ein kleiner Jugendklub in einem heruntergekommenem Kino von einer Gammelbude, in der Tischtennis gespielt und auf Pfannkuchern herumgekaut wird, im Expresstempo zum angesagtesten Club des ganzen Landes avanciert, in dem sie dich Größen der Szene Klinke und Mikro in die Hand geben.

Dezerter, Dżem, Armia, Vader, Kult, Maanam, TSA, Acid Drinkers, Hey – sie alle brachten die Wände des FUGAZI zum Wackeln. Die Musik spielte 24 Stunden lang, man konnte im Sarg übernachten, ein Bus ragte aus der Wand, bei Voo Voo tauchte eine Kuh im Publikum auf, das „Sex Forum“ wurde von Priestern verdammt und auch die erste Techno-Veranstaltung auf polnischem Boden haben wir dem FUGAZI zu verdanken.

Das ist inzwischen ein Vierteljahrhundert her und damit schon wieder Zeitgeschichte. Aber wer aus dem Underground kommt und mit einem Bein auch immer ein Stück drin geblieben ist, hat auch eine adäquate Aufarbeitung verdient. Im Falle des FUGAZI geschah dies im Jahr 2013 in Form des Comics „Fugazi Music Club“ von Marcin Podolec (Baujahr 1991), der 2016 bei Egmont auf Deutsch erschien. Wie könnte das Ganze besser in filmische Form gegossen werden als in Gestalt eines Animadok? In einem bunten, lauten Reigen aus Gesprächen mit Zeitzeugen und animierten Repkonstruktionen im Comic-Stil erinnern sich Organisatoren, Musiker und Gäste an eine kurze Episode ihres Lebens, die sie jedoch für ihr ganzes Leben prägte.

Mit einer Einführung von Rainer Mende, Programmreferent Polnisches Institut und anschließendem Filmgespräch mit dem Regisseur Leszek Gnoiński.

Eine Veranstaltung des Polnischen Instituts Berlin (Filiale Leipzig) in Zusammenarbeit mit dem Cinémathèque Leipzig e. V.

Der Eintritt ist frei.