Das Testament des Dr. Mabuse I mit Einführung in der Cinémathèque Leipzig

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Liebe Freund*innen der Cinémathèque,

offiziell dürfen die Kinos in Sachsen wieder öffnen. Doch bevor es losgehen kann, braucht es ein gutes Konzept, damit sich der Kinobesuch für euch und unser Team so sicher wie möglich gestaltet. Auch ein Programm braucht ein paar Tage Vorlauf. Und dass es wirtschaftlich für viele kleine Kinos alles andere als optimal ist, wenn wegen (natürlich wichtiger) Abstandsregelungen nur mehr eine Handvoll Gäste in den Saal passt, ist auch klar. Wir geben unser Bestes, um Lösungen zu finden und so schnell wie möglich wieder für euch da zu sein. Habt bitte noch etwas Geduld mit uns.

Wenn ihr uns unterstützen möchtet, könnt ihr Kinogutscheine (6,50€ pro Stück + einmalig Porto) bei uns bestellen. Schreibt dazu eine Mail an info@cinematheque-leipzig.de.

Wir danken euch von Herzen für all eure Unterstützung und freuen uns, euch so bald wie möglich wiederzusehen!

Bleibt gesund, munter, solidarisch und cinephil!

Eure Cinémathèque Embarassed


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Das Testament des Dr. Mabuse I mit Einführung Das Testament des Dr. Mabuse I mit Einführung
  • 3.03.2020
    die naTo
  • Mi 25.03. 19:00
    die naTo

Das Testament des Dr. Mabuse I mit Einführung

copy>paste

Deutschland 1932/33, 109 min, Regie: Fritz Lang
mit Rudolf Klein-Rogge, Oskar Beregi sen., Otto Wernicke, Wera Liessem
Format:Bluray Disc

Sprache: Deutsch
Language: German

Unser Programm setzt bis zum 22. April aus.
Bleibt gesund!



deutsche Originalversion
German original version

mit Einführung am 03.03.


Dr. Mabuse führte ein Doppelleben als Psychoanalytiker und dämonischer Gangster – und die westliche Welt beinah an den Rand des Zusammenbruchs. Nachdem er gefasst wurde, konstruiert er nun, nahezu manisch, in einer Nervenklinik perfekte Verbrechen auf dem Papier. Zeitgleich stellt eine Serie von Morden und Einbrüchen die Polizei vor Rätsel… Der Wert dieses Films ist gar nicht zu überschätzen: Mabuse ist der Prototyp des Superschurken, eine Vielzahl an Szenen wurden zu Blaupausen des Action- und des Horrorfilms der folgenden Jahre. Auch mit heutigem Blick bleibt dieses Schlüsselwerk des modernen Unterhaltungskinos ein dicht erzählter, hervorragend inszenierter Film.

In Fritz Langs Klassiker ist der Bösewicht als Individuum dargestellt und die ihn umgebende Gesellschaft ist abhängig vom Handeln einzelner, willensstarker Männer. Bei Chabrols Neuverfilmung von 1989 wird M zum personifizierten Ausdruck eines Systems, dessen Bestandteil er selbst ist. Das zentrale Thema, um das beide kreisen, sind die Prinzipien der Macht und das Motiv des (toten) Tyrannen. Wo Lang den hektischen Totentanz der 1920er- und 30er-Jahre reflektiert, klingt in Chabrols Film die Umbruchssituation von 1989/90 wider. Dr. M hat darin nicht nur alle Fäden in der Hand, er hängt seinerseits auch existentiell an ihnen. Und ganz planmäßig geht in diesem sehr kühlen Krimi gleich noch ein Gesellschaftssystem unter.


Aus der Reihe: copy>paste – Filme und ihre Remakes

Die Geschichte des Films beginnt mit einem Remake: Immer wieder fährt der Zug in den Bahnhof ein – als erstes bei den Gebrüdern Lumière in La Ciotat (1895), danach in New York (1896) oder im Lehigh Valley in Pennsylvania (1896). Seitdem hat sich das Verwerten erfolgreicher Stoffe nicht zuletzt kommerziell bewährt. Dabei hat das Remake mehr zu bieten als das Aufgießen alter Teebeutel. Das Remake ist selten Kopie, aber oftmals Zitat, Kommentar, Modernisierung – kein stumpfes copy, sondern kreatives paste in einen anders gearteten Zusammenhang.

Manche Regisseur*innen orientieren sich am Drehbuch eines existierenden Films und es entsteht etwas völlig Neues (LA JETÉE, Chris Marker, 1962 / 12 MONKEYS, Terry Gilliam, 1995), andere wagen den Transfer einer Geschichte in ein anderes Genre. Oder aber sie verfilmen gleich ein eigenes Werk neu – zum Beispiel um auf gesellschaftliche Unfreiheiten zu reagieren. In einem Fall unserer Reihe ist das Drehbuch von Friedrich Dürrenmatt zu ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG (Ladislao Vajda, 1958) Ausgangspunkt für einen Roman von Dürrenmatt, der wiederum Grundlage eines neuen Films (THE PLEDGE, Sean Penn, 2001) wurde. Herrje. Und manchmal wirkt ein Remake sogar erst mit einigen Jahren Verspätung, weil die historische Bedeutung seines Hintergrunds zur Entstehungszeit noch nicht absehbar war (DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE, Fritz Lang, 1933 / DR. M, Claude Chabrol, 1989).

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