Nie wieder schlafen | mit Regiegespräch in der Cinémathèque Leipzig

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Nie wieder schlafen | mit Regiegespräch Nie wieder schlafen | mit Regiegespräch

Nie wieder schlafen | mit Regiegespräch

Nach dem Jubel

BRD 1992, 92 min, Regie: Pia Frankenberg
mit Lisa Kreuzer, Gabriela Herz, Christiane Carstens, Ernst Stötzner, Michael Altmann, Leonard Lansink, Peter Lohmeyer

+++ English version below +++

Deutsch mit englischen Untertiteln

Sommer 1991 in Berlin: Die Freundinnen Rita, Lilian und Roberta schippern bei einer Hochzeitsfeier die Spree entlang – und entscheiden sich nach einem Streit mit Ritas Ex spontan zum Aussteigen. Vollkommen frei lassen sie sich in den nächsten Tagen durch die Stadt treiben und lernen Orte, Menschen und einander besser oder ganz neu kennen.

NIE WIEDER SCHLAFEN ist das Portrait dreier Frauen und einer Stadt, die es so nicht mehr gibt. Kaum wiederzuerkennen und doch seltsam vertraut sind die Bilder von Berlin, die Kamerafrau Judith Kaufmann eingefangen hat. Mit ihrer völlig neuen Versuchsanordnung schafft Pia Frankenberg eine perfekte Bühne für die beflügelten Schauspielerinnen und ihre smarten, teils frei improvisierten Dialoge.

Zu Gast: Regisseurin Pia Frankenberg
Einführung und Moderation: Andreas Kötzing



Aus der Filmreihe:
Nach dem Jubel – Eine filmische Spurensuche in den frühen 1990er Jahren

Aus Anlass des 30. Jahrestages der Deutschen Einheit veranstaltet das Hannah-Arendt-Institut die Filmreihe „Nach dem Jubel". Das Programm rückt die gesellschaftlichen Umbrüche in den frühen 1990er Jahren in den Mittelpunkt. Zwischen Aufbruchstimmung, Resignation und permanenten Veränderungen erscheint diese Phase als eine Zeit voller Widersprüche. Hoffnungen und Enttäuschen gingen Hand in Hand. Die Folgen der Wiedervereinigung, die aktuell wieder verstärkt im Fokus der Öffentlichkeit stehen, wurden von Regisseurinnen und Regisseuren schon damals kritisch reflektiert. Skeptische und verhaltene Blicke standen im Vordergrund. Nach dem Jubel, so scheint es, überwog vor allem im Osten die Ernüchterung. Aber auch in Komödien und Genrefilme spiegeln sich die gesellschaftlichen Veränderungen wider. Verschiedene Dokumentarfilme bieten einen ungefilterten Blick auf Probleme wie Massenarbeitslosigkeit und Rechtsradikalismus.

Die Filme der Reihe ermöglichen mit unterschiedlichen filmischen Mitteln Einblicke in die damaligen Lebenswelten. Sie werfen zugleich wichtige Fragen auf, die bis in die Gegenwart reichen: Welche Rolle spielte die filmische Inszenierung des Ostens im gesamtdeutschen Diskurs? Wurden damals bereits Stereotype geprägt, die bis heute nachwirken? Im Gespräch mit dem Publikum und den Filmemacher*innen sollen diese und andere Fragen im Anschluss an die Filme diskutiert werden.

Die Reihe entstand in Kooperation mit dem Programmkino Ost (Dresden) und der Cinémathèque Leipzig und wird gefördert durch die „Stiftung Aufarbeitung“ im Rahmen des Förderprogramms „30 Jahre Deutsche Einheit“.



+++English version +++

German with English subs


Berlin, Summer 1991: Rita, Lilian and Roberta are cruising along the Spree at a wedding party – and, after an argument with Rita's ex, spontaneously decide to get off. The next days, they drift through the city just as freely. They get to know places, people and each other.

Pia Frankenberg's film is the portrait of three women and a city. A city that no longer exists. Hardly recognizable and yet strangely familiar are the pictures of Berlin that camerawoman Judith Kaufmann captured. A completely new experimental setup and thus the perfect stage for the strong actresses and their smart, sometimes freely improvised, dialogues. von ihrer Aktualität verloren hat.

Followed by a Q&A with the director.


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