Mythos Freiheit: Gefängnis und Demokratie (Intro)

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04.02. Sonntag

19:00Free Lunch Society
21:00Beach Rats

06.02. Dienstag

19:00Free Lunch Society
22:00Beach Rats

07.02. Mittwoch

20:00Beach Rats
22:00Free Lunch Society

11.02. Sonntag

19:00Licht
21:00Free Lunch Society

12.02. Montag

20:00Licht
22:00Free Lunch Society

14.02. Mittwoch

19:00Plastic China

15.02. Donnerstag

18:00Please remember me
20:15Guangzhou Dream Factory

16.02. Freitag

18:00Knife in the Clear Water
20:00Coming and going

17.02. Samstag

16:30Kaili Blues
19:00A Straight Journey + The Priestess Walks Alone
20:45Have a Nice Day

20.02. Dienstag

20:00Anne Clark - I'll walk out into tomorrow
22:00Licht

21.02. Mittwoch

20:00Anne Clark - I'll walk out into tomorrow
22:00Licht

23.02. Freitag

19:30Downsizing
22:00Anne Clark - I'll walk out into tomorrow

24.02. Samstag

19:30Downsizing
22:00Anne Clark - I'll walk out into tomorrow

25.02. Sonntag

11:00Ferdinand - Geht stierisch ab!
20:30Licht
22:30Anne Clark - I'll walk out into tomorrow

27.02. Dienstag

19:30Downsizing
22:00Anne Clark - I'll walk out into tomorrow
Anzeige Programm Februar

März-Programm

Programm Chai. China Festival

Kurzfilme im Februar

04.02.-20.02.
BOMB
Peter Millard

GB 2014
1:27 min

21.02.-27.02.
FIND TRUE LOVE
Victoria Vincent

USA 2017
1:00 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

Kurzfilme im März

01.03.-20.03.
MUSEUMSWÄRTER
Alexander Gratzer

Österreich 2016
3 min

20.03.-31.03.
KUCKUCK
Aline Höchli

Schweiz 2017
3 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

Die Cinémathèque Leipzig präsentiert alle Filme (soweit möglich) im Original mit Untertiteln


All films are shown in Original Version with subtitles (if possible)

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Mythos Freiheit: Gefängnis und Demokratie (Intro)

„Prison Break“, „Flucht von Alcatraz“ oder „Die Verurteilten“: Horrorknäste, spektakuläre Ausbruchsversuche und zu Unrecht inhaftierte Helden sind seit Jahrzehnten eine feste Größe des Actionkinos. Dabei spielen die realen Verhältnisse in den Haftanstalten filmisch kaum eine Rolle. In der BRD sind derzeit rund 62.600 Menschen in 186 Justizvollzuganstalten inhaftiert, der Frauenanteil liegt seit Jahren konstant bei fünf Prozent. Auf 100.000 Einwohner kommen also rund 83 Gefangene.
Das Gefängnis ist eine paradoxe Institution: Im Namen der Freiheit wird die Freiheit eingeschränkt, um zu strafen. Das Verhalten der nun nicht mehr mündigen Erwachsenen soll durch Erziehung gebessert werden, um die Re-Integration in die Gesellschaft zu befördern. Erklärtes Ziel einer Haftanstalt ist ebenso die Sicherheit und Freiheit tatsächlicher und potentieller Opfer. Gefängnisse verfehlen aber nicht selten ihre Ziele. Sie sind Parallelwelten der Unfreiheit, in der andere Regeln gelten als „draußen“. Das Überleben in einem Mikrokosmos mit seinen eigenen Werten und Normen ist zuweilen das Gegenteil von Re-Sozialisation: Gewalt, Drogenhandel, Drohungen, sexueller Missbrauch gehören in den Haftanstalten demokratischer Staaten zum Alltag. Ex-Häftlinge sind als solche stigmatisiert. Die Abschreckung durch drohende Strafe ist bis dato nicht belegt.
Welchen Zweck also erfüllt das Gefängnis? Wie sieht der Alltag der Inhaftierten aus? Inwieweit werden Haftstrafen den Bedürfnissen der Opfer gerecht?
Die Mini-Filmreihe „Mythos Freiheit – Gefängnis und Demokratie“ zeigt drei Dokumentarfilme und einen auf wahren Begebenheiten beruhenden Spielfilm, die sich der Justizvollzugsanstalt in Demokratien auf ganz unheroische Weise widmen. Die Filme werden durch Gespräche und Diskussionen mit Filmemachern und ExpertInnen begleitet. Die Reihe zeigt eindrucksvoll die Lebensläufe realer Personen, sie beleuchtet das vielschichtige Paradox von Freiheit und Sicherheit und das Verhältnis des Staates zu den Bürgerinnen und Bürgern, TäterInnen und Opfern.

Die Filmreihe ist gleichzeitig der INTRO zum Projekt MYTHOS FREIHEIT des Cinémathèque Leipzig e.V., das sich 2015 in den Teilen KÖRPER, GEIST und SEELE sozialkritisch und kontrovers mit Freiheitsfragen in den verschiedensten Bedeutungszusammenhängen auseinandersetzen wird.
Das Intro „Gefängnis und Demokratie“ wird mit Unterstützung der Bürgerstiftung Leipzig realisiert.