Mythos Freiheit: Gefängnis und Demokratie (Intro)

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02.09. Sonntag

21:30I Killed My Mother

03.09. Montag

20:00Silvana
22:00So was von da

04.09. Dienstag

20:00Silvana
22:00So was von da

05.09. Mittwoch

20:00Silvana
22:00So was von da

07.09. Freitag

20:00Mr. Gay Syria
22:00Silvana

09.09. Sonntag

19:00Mr. Gay Syria
21:00Silvana

11.09. Dienstag

20:00Mr. Gay Syria
22:00Silvana

12.09. Mittwoch

20:00Mr. Gay Syria
22:00So was von da

13.09. Donnerstag

20:00So was von da
22:00Mr. Gay Syria

18.09. Dienstag

20:00So was von da
22:00Mr. Gay Syria

19.09. Mittwoch

20:00Life Saaraba illegal – Acht Jahre unter Clandestinos

20.09. Donnerstag

19:30BlacKkKlansman
22:00Cobain

22.09. Samstag

19:30BlacKkKlansman
22:00Cobain

24.09. Montag

19:30BlacKkKlansman
22:00Cobain

26.09. Mittwoch

19:00Being There
22:00BlacKkKlansman

27.09. Donnerstag

20:00Cobain
22:00BlacKkKlansman

Monatsprogramm September

Die Cinémathèque Leipzig
zeigt & projiziert alle Filme
im Original mit Untertiteln
(soweit möglich) !

All films at Cinémathèque Leipzig
are shown in Original Version
with subtitles (if possible) !

SINGLE SIZE
Kurzfilme im September

03.09. – 12.09.2018
KIRPICHI
Yekaterina Kireeva
2017
02:47 min

13.09. – 27.09.2018
HANS THE SQUIRREL
Florian Maubach
2015
1:45 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

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Mythos Freiheit: Gefängnis und Demokratie (Intro)

„Prison Break“, „Flucht von Alcatraz“ oder „Die Verurteilten“: Horrorknäste, spektakuläre Ausbruchsversuche und zu Unrecht inhaftierte Helden sind seit Jahrzehnten eine feste Größe des Actionkinos. Dabei spielen die realen Verhältnisse in den Haftanstalten filmisch kaum eine Rolle. In der BRD sind derzeit rund 62.600 Menschen in 186 Justizvollzuganstalten inhaftiert, der Frauenanteil liegt seit Jahren konstant bei fünf Prozent. Auf 100.000 Einwohner kommen also rund 83 Gefangene.
Das Gefängnis ist eine paradoxe Institution: Im Namen der Freiheit wird die Freiheit eingeschränkt, um zu strafen. Das Verhalten der nun nicht mehr mündigen Erwachsenen soll durch Erziehung gebessert werden, um die Re-Integration in die Gesellschaft zu befördern. Erklärtes Ziel einer Haftanstalt ist ebenso die Sicherheit und Freiheit tatsächlicher und potentieller Opfer. Gefängnisse verfehlen aber nicht selten ihre Ziele. Sie sind Parallelwelten der Unfreiheit, in der andere Regeln gelten als „draußen“. Das Überleben in einem Mikrokosmos mit seinen eigenen Werten und Normen ist zuweilen das Gegenteil von Re-Sozialisation: Gewalt, Drogenhandel, Drohungen, sexueller Missbrauch gehören in den Haftanstalten demokratischer Staaten zum Alltag. Ex-Häftlinge sind als solche stigmatisiert. Die Abschreckung durch drohende Strafe ist bis dato nicht belegt.
Welchen Zweck also erfüllt das Gefängnis? Wie sieht der Alltag der Inhaftierten aus? Inwieweit werden Haftstrafen den Bedürfnissen der Opfer gerecht?
Die Mini-Filmreihe „Mythos Freiheit – Gefängnis und Demokratie“ zeigt drei Dokumentarfilme und einen auf wahren Begebenheiten beruhenden Spielfilm, die sich der Justizvollzugsanstalt in Demokratien auf ganz unheroische Weise widmen. Die Filme werden durch Gespräche und Diskussionen mit Filmemachern und ExpertInnen begleitet. Die Reihe zeigt eindrucksvoll die Lebensläufe realer Personen, sie beleuchtet das vielschichtige Paradox von Freiheit und Sicherheit und das Verhältnis des Staates zu den Bürgerinnen und Bürgern, TäterInnen und Opfern.

Die Filmreihe ist gleichzeitig der INTRO zum Projekt MYTHOS FREIHEIT des Cinémathèque Leipzig e.V., das sich 2015 in den Teilen KÖRPER, GEIST und SEELE sozialkritisch und kontrovers mit Freiheitsfragen in den verschiedensten Bedeutungszusammenhängen auseinandersetzen wird.
Das Intro „Gefängnis und Demokratie“ wird mit Unterstützung der Bürgerstiftung Leipzig realisiert.