Mythos Freiheit: Gefängnis und Demokratie (Intro)

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02.12. Sonntag

19:00Sorry Angel
22:00MATANGI / MAYA / M.I.A.

04.12. Dienstag

20:00#Female Pleasure
22:00MATANGI / MAYA / M.I.A.

06.12. Donnerstag

20:00MATANGI / MAYA / M.I.A.
22:00#Female Pleasure

11.12. Dienstag

19:00Weiterleben
22:00#Female Pleasure

12.12. Mittwoch

20:00#Female Pleasure
22:00MATANGI / MAYA / M.I.A.

13.12. Donnerstag

20:00Leto
22:15#Female Pleasure

15.12. Samstag

19:00La Commune (Paris 1871)

18.12. Dienstag

20:00Leto
22:15MATANGI / MAYA / M.I.A.

19.12. Mittwoch

20:00MATANGI / MAYA / M.I.A.
22:00Leto

20.12. Donnerstag

20:00Cold War
22:00Leto

23.12. Sonntag

19:00Leto
21:30Cold War

26.12. Mittwoch

20:00Cold War
22:00Suspiria

27.12. Donnerstag

19:00A fábrica de nada
22:00Suspiria

28.12. Freitag

19:00Cold War
21:00A fábrica de nada

29.12. Samstag

19:00A fábrica de nada
22:00Suspiria

30.12. Sonntag

19:00Cold War
21:00Suspiria

Monatsprogramm Dezember

Bitte beachten: Onlinereservierungen sind zur Zeit leider nicht möglich.

Bitte anrufen oder einfach ca. 20 Minuten vor Filmbeginn da sein.

SINGLE SIZE
Kurzfilm im Dezember

The Last Coin
Daniel Britt
2009
3:49 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

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Mythos Freiheit: Gefängnis und Demokratie (Intro)

„Prison Break“, „Flucht von Alcatraz“ oder „Die Verurteilten“: Horrorknäste, spektakuläre Ausbruchsversuche und zu Unrecht inhaftierte Helden sind seit Jahrzehnten eine feste Größe des Actionkinos. Dabei spielen die realen Verhältnisse in den Haftanstalten filmisch kaum eine Rolle. In der BRD sind derzeit rund 62.600 Menschen in 186 Justizvollzuganstalten inhaftiert, der Frauenanteil liegt seit Jahren konstant bei fünf Prozent. Auf 100.000 Einwohner kommen also rund 83 Gefangene.
Das Gefängnis ist eine paradoxe Institution: Im Namen der Freiheit wird die Freiheit eingeschränkt, um zu strafen. Das Verhalten der nun nicht mehr mündigen Erwachsenen soll durch Erziehung gebessert werden, um die Re-Integration in die Gesellschaft zu befördern. Erklärtes Ziel einer Haftanstalt ist ebenso die Sicherheit und Freiheit tatsächlicher und potentieller Opfer. Gefängnisse verfehlen aber nicht selten ihre Ziele. Sie sind Parallelwelten der Unfreiheit, in der andere Regeln gelten als „draußen“. Das Überleben in einem Mikrokosmos mit seinen eigenen Werten und Normen ist zuweilen das Gegenteil von Re-Sozialisation: Gewalt, Drogenhandel, Drohungen, sexueller Missbrauch gehören in den Haftanstalten demokratischer Staaten zum Alltag. Ex-Häftlinge sind als solche stigmatisiert. Die Abschreckung durch drohende Strafe ist bis dato nicht belegt.
Welchen Zweck also erfüllt das Gefängnis? Wie sieht der Alltag der Inhaftierten aus? Inwieweit werden Haftstrafen den Bedürfnissen der Opfer gerecht?
Die Mini-Filmreihe „Mythos Freiheit – Gefängnis und Demokratie“ zeigt drei Dokumentarfilme und einen auf wahren Begebenheiten beruhenden Spielfilm, die sich der Justizvollzugsanstalt in Demokratien auf ganz unheroische Weise widmen. Die Filme werden durch Gespräche und Diskussionen mit Filmemachern und ExpertInnen begleitet. Die Reihe zeigt eindrucksvoll die Lebensläufe realer Personen, sie beleuchtet das vielschichtige Paradox von Freiheit und Sicherheit und das Verhältnis des Staates zu den Bürgerinnen und Bürgern, TäterInnen und Opfern.

Die Filmreihe ist gleichzeitig der INTRO zum Projekt MYTHOS FREIHEIT des Cinémathèque Leipzig e.V., das sich 2015 in den Teilen KÖRPER, GEIST und SEELE sozialkritisch und kontrovers mit Freiheitsfragen in den verschiedensten Bedeutungszusammenhängen auseinandersetzen wird.
Das Intro „Gefängnis und Demokratie“ wird mit Unterstützung der Bürgerstiftung Leipzig realisiert.