Mythos Freiheit: Gefängnis und Demokratie (Intro)

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01.09. Freitag

19:30The Party
21:00Die Erfindung der Wahrheit

02.09. Samstag

19:30The Party
21:00Die Erfindung der Wahrheit

03.09. Sonntag

19:00The Party
20:30Die Erfindung der Wahrheit

05.09. Dienstag

19:30Mary & Max, oder: Schrumpfen Schafe wenn es regnet?
22:15The Party

09.09. Samstag

19:30Die Erfindung der Wahrheit
22:00The Party

10.09. Sonntag

19:00Die Erfindung der Wahrheit
21:30The Party

11.09. Montag

19:30Die Erfindung der Wahrheit
22:00The Party

12.09. Dienstag

19:30Sins Invalid: An Unshamed Claim to Beauty in the Face of Invisibility
22:00The Party

13.09. Mittwoch

19:30Senza chiedere permesso - Wir brauchen keine Erlaubnis
22:15The Party

14.09. Donnerstag

20:00Die Wunde
22:00Die Verführten

16.09. Samstag

20:00Die Wunde
22:00Die Verführten

18.09. Montag

19:00Στο Σπίτι Sto Spiti – At Home
21:00The Logic of the Cat

19.09. Dienstag

20:00Die Wunde
22:00Die Verführten

20.09. Mittwoch

20:00Girl Power
22:00Die Verführten

21.09. Donnerstag

20:00Die Verführten
22:00Die Wunde

23.09. Samstag

20:00Die Verführten
22:00Die Wunde

24.09. Sonntag

19:00Die Verführten
21:00Die Wunde

25.09. Montag

20:00Die Verführten
22:00Die Wunde

26.09. Dienstag

20:00Pornographie und Holocaust
22:00Die Wunde

Programm September

Programm Oktober

Kurzfilme im September

01.09.-13.09.
OFF THE COURSE
Adam Gault

USA 2009
2:15 min

14.09.-26.09.
CAT CITY
Victoria Vincent

USA 2017
3:00 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

Kurzfilme im Oktober

01.10.-13.10.
ANGRY KID - HORROR
Darren Walsh

GB 2000
1:32 min

14.10.-29.10.
GRAVEYARD SHIFT
Carlos Schvepper

CAN 2016
2:36 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

Die Cinémathèque Leipzig präsentiert alle Filme (soweit möglich) im Original mit Untertiteln


All films are shown in Original Version with subtitles (if possible)

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Mythos Freiheit: Gefängnis und Demokratie (Intro)

„Prison Break“, „Flucht von Alcatraz“ oder „Die Verurteilten“: Horrorknäste, spektakuläre Ausbruchsversuche und zu Unrecht inhaftierte Helden sind seit Jahrzehnten eine feste Größe des Actionkinos. Dabei spielen die realen Verhältnisse in den Haftanstalten filmisch kaum eine Rolle. In der BRD sind derzeit rund 62.600 Menschen in 186 Justizvollzuganstalten inhaftiert, der Frauenanteil liegt seit Jahren konstant bei fünf Prozent. Auf 100.000 Einwohner kommen also rund 83 Gefangene.
Das Gefängnis ist eine paradoxe Institution: Im Namen der Freiheit wird die Freiheit eingeschränkt, um zu strafen. Das Verhalten der nun nicht mehr mündigen Erwachsenen soll durch Erziehung gebessert werden, um die Re-Integration in die Gesellschaft zu befördern. Erklärtes Ziel einer Haftanstalt ist ebenso die Sicherheit und Freiheit tatsächlicher und potentieller Opfer. Gefängnisse verfehlen aber nicht selten ihre Ziele. Sie sind Parallelwelten der Unfreiheit, in der andere Regeln gelten als „draußen“. Das Überleben in einem Mikrokosmos mit seinen eigenen Werten und Normen ist zuweilen das Gegenteil von Re-Sozialisation: Gewalt, Drogenhandel, Drohungen, sexueller Missbrauch gehören in den Haftanstalten demokratischer Staaten zum Alltag. Ex-Häftlinge sind als solche stigmatisiert. Die Abschreckung durch drohende Strafe ist bis dato nicht belegt.
Welchen Zweck also erfüllt das Gefängnis? Wie sieht der Alltag der Inhaftierten aus? Inwieweit werden Haftstrafen den Bedürfnissen der Opfer gerecht?
Die Mini-Filmreihe „Mythos Freiheit – Gefängnis und Demokratie“ zeigt drei Dokumentarfilme und einen auf wahren Begebenheiten beruhenden Spielfilm, die sich der Justizvollzugsanstalt in Demokratien auf ganz unheroische Weise widmen. Die Filme werden durch Gespräche und Diskussionen mit Filmemachern und ExpertInnen begleitet. Die Reihe zeigt eindrucksvoll die Lebensläufe realer Personen, sie beleuchtet das vielschichtige Paradox von Freiheit und Sicherheit und das Verhältnis des Staates zu den Bürgerinnen und Bürgern, TäterInnen und Opfern.

Die Filmreihe ist gleichzeitig der INTRO zum Projekt MYTHOS FREIHEIT des Cinémathèque Leipzig e.V., das sich 2015 in den Teilen KÖRPER, GEIST und SEELE sozialkritisch und kontrovers mit Freiheitsfragen in den verschiedensten Bedeutungszusammenhängen auseinandersetzen wird.
Das Intro „Gefängnis und Demokratie“ wird mit Unterstützung der Bürgerstiftung Leipzig realisiert.