Female Focus

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ProgrammJuli2019

 

 

MUSIC IN MOTION

Kurzfilme im Juli

02.07. – 15.07.2019

Mind The Gap
Katy Wang
2015
1:38 min


16.07. – .31.7.2019

Spring Time Old Man
Hoji Tsuchiya
2016
2:41 min

 

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

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Female Focus

Ich war zuhause, aber... Ich war zuhause, aber...

Ich war zuhause, aber...

Female Focus

BRD/Serbien 2019, Drama, 105 min, Regie: Angela Schanelec
mit Maren Eggert, Jakob Lassalle, Clara Möller, Franz Rogowski, Lilith Stangenberg

Sprache: Deutsch mit englischen Untertiteln
Language: German with english subtitles

+++English version below+++

Eine Woche lang war der 13-jährige Philipp spurlos verschwunden. Nun kehr er nach Hause zurück, wortlos. Was er gesucht hat, können seine Mutter und seine Lehrer nur vermuten. Ein Ausgeliefertsein an die Natur oder eine Annäherung an den Tod, ausgelöst durch den Tod seines Vaters? Erzählt werden die ersten Wochen nach seiner Wiederkehr. Die Normalität des täglichen Lebens, das stolpernd wieder in Gang kommt, steht in hartem Gegensatz zur Nähe des Todes, in die sich Phillip begeben hat. In der Schule probt Philipp Szenen aus Shakespeares "Hamlet". Seine Mutter Astrid geht ihrem Beruf im Berliner Kunstbetrieb nach. Doch sie trägt schwer daran zu akzeptieren, dass ihr Sohn ein eigenes Leben führt, das sie nur begrenzt beeinflussen kann. Dann kommt Phillip mit einer Blutvergiftung ins Krankenhaus. Aufgerieben zwischen erneuter Sorge um das Kind, Versagensängsten und Schuldgefühlen, verliert die Mutter die Nerven. Aber die Kinder wenden sich nicht ab. Das Gefüge der Familie zerfällt, um sich neu zu bilden.
Die Kamera tritt stets einen Schritt zurück, gibt Mutter und Kindern den Raum und die Zeit, ihre Gefühle wieder- und anders zu entdecken. Unaufgeregt und wortkarg, werden Angela Schanelecs Filme der "Berliner Schule" zugerechnet. ICH WAR ZUHAUSE, ABER... wurde von der Kritik als bester Wettbewerbsbeitrag auf der diesjährigen Berlinale gefeiert.

After having disappeared for a week, Astrid’s 13-year-old son Phillip returns home one day without saying a word. Both his mother and teachers suspect that his disappearance may be related to the loss of his father. Only gradually does everyday life get back on track. Astrid now finds herself confronted with questions that provide a whole new perspective on her middle-class existence and her career in Berlin’s cultural sector. Her ideas about art also begin to change. At home, it becomes more and more difficult for this single mother to accept that her son is leading his own life. And then Phillip is admitted to hospital with blood poisoning. Astrid is a nervous wreck, wiped out by worry, guilt and her feelings of failure. But Phillip and his little sister do not turn away from her. The family may be disintegrating, but only to form itself anew.
The camera in this film remains at a discrete distance, providing mother and children with the space and time they need to rediscover and reappraise their feelings. These scenes are framed by others depicting school rehearsals of Shakespeare’s ‘Hamlet’, the purchase of a broken bicycle and other loose storylines that all echo each other. (Berlinale)


Weitere Informationen zu Ich war zuhause, aber...

Frauen bildet Banden - eine Spurensuche zur Geschichte der Roten Zora Frauen bildet Banden - eine Spurensuche zur Geschichte der Roten Zora

Frauen bildet Banden - eine Spurensuche zur Geschichte der Roten Zora

Female Focus

BRD 2019, Dok, 75 min, Regie: FrauenLesbenFilmCollectif LasOtras

Sprache: Deutsch
Language: German

Die "Rote Zora" war in den 1970er und 1980er Jahren eine militante Frauengruppe in der BRD, die sich klandestin organisierte. Entstanden ist die feministische Gruppe aus dem Kontext der Revolutionären Zellen.
Ihre Aktivitäten richteten sich unter anderem gegen die alltägliche Gewalt gegen Frauen, gegen Gen- und Reproduktionstechnologien, Bevölkerungspolitik und internationale Ausbeutungsbedingungen als Ausdruck patriarchaler Herrschaft. Zentral waren die Selbstermächtigung der FrauenLesben und der Bruch mit der zugeschriebenen Friedfertigkeit.

Erzählungen von verschiedenen Zeitzeuginnen, Interviews mit einer Historikerin und ehemaligen Zoras lassen die Geschichte der "Roten Zora"
und der damaligen Frauenbewegung wieder lebendig werden. Historische Aufnahmen der Frauen- und Studentinnen*bewegung in der BRD bringen Erinnerungen an die damaligen Kämpfe zurück. FrauenLesben aus anderen Ländern berichten über ihre Begegnung mit dieser Politik heute.

Der Film zeigt, dass viele Themen der Roten Zora nach wie vor hoch aktuell sind und bietet viel spannenden Diskussionsstoff zum heutigen Umgang mit dieser Geschichte.

Der AK Geschichtsversessen gibt eine Einführung zum Film.


Spendenempfehlung: 4 bis 10€ (Erlös geht an die Filmemacher*innen)

Eine Veranstaltung des AK Geschichtsversessen in Kooperation mit dem Cinémathèque Leipzig e.V.

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