Das grüne Gold in der Cinémathèque Leipzig

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Programm September

Programm Oktober

Kurzfilme im September

01.09.-13.09.
OFF THE COURSE
Adam Gault

USA 2009
2:15 min

14.09.-26.09.
CAT CITY
Victoria Vincent

USA 2017
3:00 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

Kurzfilme im Oktober

01.10.-13.10.
ANGRY KID - HORROR
Darren Walsh

GB 2000
1:32 min

14.10.-29.10.
GRAVEYARD SHIFT
Carlos Schvepper

CAN 2016
2:36 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

Die Cinémathèque Leipzig präsentiert alle Filme (soweit möglich) im Original mit Untertiteln


All films are shown in Original Version with subtitles (if possible)

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Das grüne Gold Das grüne Gold

Das grüne GoldDead Donkeys fear no Hyenas

Schweden/BRD/Finnland 2016, OmU, Dok, 84 min, Regie: Joakim Demmer

Format:DCP

Sprache: Amharisch,Deutsch
Language: Amharic,German

Lokale Landwirtschaft, globaler Handel – Ausbeutung und Ungleichheit im Kapitalismus zeigen sich am zynisch betriebenen Landraub in Äthiopien.

Ackerland - das neue grüne Gold. Weltweit wächst die kommerzielle Nachfrage nach Anbauflächen für den globalen Markt, eine der lukrativsten neuen Spielflächen ist Äthiopien. In der Hoffnung auf große Exporteinnahmen verpachtet die äthiopische Regierung Millionen Hektar Land an ausländische Investoren. Zu dieser Entwicklung tragen auch Milliarden Dollar Entwicklungshilfe von Institutionen wie der EU und Weltbank bei. Die gleichen Flugzeuge bringen erst Hilfsgüter nach Afrika und verlassen anschließend die Hungerregionen mit den erwirtschafteten Produkten wieder. Die preiswerten Lebensmittel unserer Supermärkte werden direkt vor der Nase der hungernden Bevölkerung in Afrika gezüchtet. Es folgen Zwangsumsiedlungen riesigen Ausmaßes, über 1 Millionen Kleinbäuer*innen verlieren ihre Lebensgrundlage, die Böden werden überfordert - die Antwort ist eine Spirale der Gewalt im Angesicht einer paradoxen Umweltzerstörung. Wer sich in den Weg stellt, erfährt die harte Hand der Regierung.

Die globale Ungleichheit im Kapitalismus besteht in der Macht der Industriestaaten die Kosten der eigenen Lebensführung auf die armen Weltregionen abzuwälzen. Wenn es in Politik und Gesellschaft um den hiesigen Wohlstand geht, dürfte von den damit verbundenen und ursächlich zusammenhängenden Nöten der Menschen andernorts nicht geschwiegen werden. Genau das aber ist es, was ununterbrochen geschieht.
Innerhalb eines Zeitraums von 6 Jahren trifft der Regisseur Joakim Demmer Investoren, Bürokraten, Journalisten, Umweltschützer und Bauern, die ihr Land verloren haben und bringt in Erinnerung auf wessen Armut der Reichtum der 'westlichen' Welt beruht.

Am 3.10. im Anschluss Gespräch mit dem Regisseur Joakim Demmer.