The Minister of Garbage in der Cinémathèque Leipzig

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Programm Oktober

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Kurzfilme im Oktober

01.10.-13.10.
ANGRY KID - HORROR
Darren Walsh

GB 2000
1:32 min

14.10.-29.10.
GRAVEYARD SHIFT
Carlos Schvepper

CAN 2016
2:36 min

vor jedem Hauptfilm (ausgenommen Sonderveranstaltungen)

Die Cinémathèque Leipzig präsentiert alle Filme (soweit möglich) im Original mit Untertiteln


All films are shown in Original Version with subtitles (if possible)

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The Minister of Garbage The Minister of Garbage

The Minister of Garbage

DOK Leipzig 2017

75 min

The Minister of Garbage
R: Quentin Noirfalisse, Belgium/France 2017, Doc, 75 min, OV with English subtitles

The Congolese artist Emmanuel Botalatala is working on his new assemblage. He fixes painted tombs, crosses and tanks made of garbage to a plywood board while a member of his team paints a blood-red street around the “African cemetery”. In the end the work is dominated by the colours of the German flag – an allusion to the European arms shipments that support the wars on this continent. Before Botalatala started to work as an artist in 1979 he was a teacher and bank clerk. The 68-year-old autodidact invariably points out that he never attended art school. The “Minister of Garbage” combs the garbage dumps of Kinshasa almost daily to collect material for his object paintings. He finds his subjects in the radio news. Resignations, violent dissolutions of rallies and a massacre with hundreds of victims are reported in the run-up to the presidential elections. Botalatala sacrifices a lot for his artistic and educational project, which would be unthinkable without the work of his wife and the self-styled “Vice Presidents”, while his male artist’s ego frequently shines through his socially engaged art. Even a “Minister of Garbage” wants to leave a legacy.

Der kongolesische Künstler Emmanuel Botalatala steckt mitten in der Arbeit an einer neuen Assemblage. Auf eine dünne Sperrholzplatte appliziert er bemalte und aus Abfällen gefertigte Gräber, Kreuze und Panzer, sein Mitarbeiter pinselt eine blutrote Straße um den „Friedhof Afrikas“. Am Ende dominieren die Farben der deutschen Flagge das Werk – eine Anspielung auf die durch europäische Waffenlieferungen unterstützen Kriege auf dem Kontinent. Botalatala arbeitet seit etwa 1979 als Künstler, zuvor war er Lehrer und Bankangestellter. Der 68-jährige Autodidakt legt großen Wert darauf, dass er nie eine Kunstschule besucht hat. Fast täglich unternimmt der „Abfallminister“ Streifzüge durch die Müllhalden von Kinshasa, um Material für seine Objektbilder zu sammeln. Die Themen findet er in den Radionachrichten. Im Vorfeld der geplanten Präsidentschaftswahlen werden Rücktritte, gewaltsame Auflösungen von Demonstrationen und ein Massaker mit hunderten Toten vermeldet. Für sein künstlerisch-erzieherisches Projekt, das ohne die Mitarbeit seiner Frau und der selbsterklärten „Vize-Präsidenten“ kaum denkbar wäre, bringt Botalatala viele Opfer. Dabei blitzt hinter seiner gesellschaftlich engagierten Kunst immer wieder sein männliches Künstlerego hervor. Auch ein „Abfallminister“ möchte Spuren hinterlassen.

---Esther Buss


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