Narrating Hebron + Ikea for YU in der Cinémathèque Leipzig

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Liebe Freund*innen der Cinémathèque,

offiziell dürfen die Kinos in Sachsen wieder öffnen. Doch bevor es losgehen kann, braucht es ein gutes Konzept, damit sich der Kinobesuch für euch und unser Team so sicher wie möglich gestaltet. Auch ein Programm braucht ein paar Tage Vorlauf. Und dass es wirtschaftlich für viele kleine Kinos alles andere als optimal ist, wenn wegen (natürlich wichtiger) Abstandsregelungen nur mehr eine Handvoll Gäste in den Saal passt, ist auch klar. Wir geben unser Bestes, um Lösungen zu finden und so schnell wie möglich wieder für euch da zu sein. Habt bitte noch etwas Geduld mit uns.

Wenn ihr uns unterstützen möchtet, könnt ihr Kinogutscheine (6,50€ pro Stück + einmalig Porto) bei uns bestellen. Schreibt dazu eine Mail an info@cinematheque-leipzig.de.

Wir danken euch von Herzen für all eure Unterstützung und freuen uns, euch so bald wie möglich wiederzusehen!

Bleibt gesund, munter, solidarisch und cinephil!

Eure Cinémathèque Embarassed


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Narrating Hebron + Ikea for YU Narrating Hebron + Ikea for YU
  • 2.11.2018
    die naTo

Narrating Hebron + Ikea for YU

DOK Leipzig 2018

2018, 83 min

Narrating Hebron
Dir: Viktoria Bayer, Palestinian territories, Israel, Austria 2017, Documentary Film, 21 min, English with English subtitles

History is created by the person who tells it. And there are many different ways of telling it. Biases shift, details are left out or emphasised. In Hebron, a city in West Jordan divided into zones and inhabited by both Israelis and Palestinians, convictions about history and truth intersect with and are superimposed upon each other. The film collects the different narratives, told by Israeli and Palestinian city guides.

Geschichte entsteht durch den, der sie erzählt. Und es gibt sehr viele unterschiedliche Arten, sie zu erzählen. Gewichtungen verlagern sich, Details werden ausgespart oder hervorgehoben. In Hebron, einer in Zonen aufgeteilten Stadt im Westjordanland, die sowohl von Israelis als auch von Palästinensern bewohnt wird, kreuzen wie überlagern sich Überzeugungen von Historie und Wahrheit. Der Film sammelt die verschiedenen Narrative, vorgetragen von israelischen und palästinensischen Stadtführern.
---Carolin Weidner


IKEA for YU
Dir: Marija Ratković Vidaković, Dinka Radonić, Croatia, Sweden 2018, Documentary Film, 52 min, Croatian with English subtitles

A family selfie in front of the “Three Fists”, a monument to the victims of the Second World War in Niš, the third largest city in Serbia today. Three concrete fists from the era of Titoism, are raised to the sky: the father’s fist, the mother’s, a child’s. Marija takes position, her mother and father next to her, her brother presses the button. This photo records nothing less than the whole identity history of Yugoslavia and Ex-Yugoslavia, rich in conflicts and contradictions – a history that still resonates and that Marija Ratković Vidaković, supported by her co-writer Dinka Radonić, investigates in this intimate family film. Marked by parents and grandparents who have internalised the real-socialist ideas and values of the Tito era on the Balkan, the thirty three-year-old filmmaker must cope with a paradoxical inherited identity that has very little to do with her private world and life in Croatia. Marija knows that she doesn’t want to pass this heritage on to her son and she knows that in order to achieve this, it must wither in herself. Filmed over years, “IKEA for YU” is the testimony of a trip into her own family history, deep into its most intimate nooks and crannies where a long history full of twists and turns is deeply entrenched. And a trip far away from Croatia.

Ein Familien-Selfie vor den „Drei Fäusten“, einem Denkmal für die im Zweiten Weltkrieg getöteten Bürger von Niš, der drittgrößten Stadt im heutigen Serbien. Drei Betonfäuste aus der Zeit des Titoismus ragen in den Himmel: die Faust eines Vaters, die einer Mutter, die eines Kindes. Marija bringt sich in Position, Mutter und Vater stellen sich daneben, der Bruder drückt den Auslöser. Nichts anderes wird auf diesem Bild gespeichert als die gesamte konflikt- und widerspruchsreiche Identitätsgeschichte Jugoslawiens und Ex-Jugoslawiens – eine Geschichte, die noch immer nachzittert und der Marija Ratković Vidaković, unterstützt von Co-Autorin Dinka Radonić, mit diesem persönlichen Familienfilm auf den Grund geht. Geprägt durch Eltern und Großeltern, die die realsozialistischen Ideen und Werte der Tito-Ära auf dem Balkan noch in sich tragen, muss sich die Dreiunddreißigjährige mit einem paradoxen Identitätserbe auseinandersetzen, das mit ihrer privaten Welt und ihrem Leben in Kroatien kaum etwas zu tun hat. Marija weiß, dass sie dieses Erbe nicht an ihren Sohn weitergeben möchte, und sie weiß, dass es dafür in ihr verblühen muss. „IKEA for YU“ ist das über Jahre entstandene Zeugnis einer Reise in die eigene Familiengeschichte, tief hinein in die intimsten Geflechte, in denen sich eine lange, wendungsreiche Geschichte festgebissen hat. Und eine Reise weit hinaus aus Kroatien.
---Lukas Stern


Kartenreservierung können ausschließlich über die Ticketkassen in allen DOK-Kinos und im Museum der bildenden Künste vorgenommen werden. Telefonische Reservierungen oder Reservierungen über unsere Homepage sind nicht möglich. Reservierte Tickets verfallen 1,5 Stunden vor Vorstellungsbeginn automatisch.


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