Mädchen in Uniform I mit Einführung in der Cinémathèque Leipzig

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Liebe Freund*innen der Cinémathèque,

offiziell dürfen die Kinos in Sachsen wieder öffnen. Doch bevor es losgehen kann, braucht es ein gutes Konzept, damit sich der Kinobesuch für euch und unser Team so sicher wie möglich gestaltet. Auch ein Programm braucht ein paar Tage Vorlauf. Und dass es wirtschaftlich für viele kleine Kinos alles andere als optimal ist, wenn wegen (natürlich wichtiger) Abstandsregelungen nur mehr eine Handvoll Gäste in den Saal passt, ist auch klar. Wir geben unser Bestes, um Lösungen zu finden und so schnell wie möglich wieder für euch da zu sein. Habt bitte noch etwas Geduld mit uns.

Wenn ihr uns unterstützen möchtet, könnt ihr Kinogutscheine (6,50€ pro Stück + einmalig Porto) bei uns bestellen. Schreibt dazu eine Mail an info@cinematheque-leipzig.de.

Wir danken euch von Herzen für all eure Unterstützung und freuen uns, euch so bald wie möglich wiederzusehen!

Bleibt gesund, munter, solidarisch und cinephil!

Eure Cinémathèque Embarassed


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Mädchen in Uniform I mit Einführung Mädchen in Uniform I mit Einführung
  • 2.04.2020
    die naTo
  • Do 16.04. 19:00
    die naTo

Mädchen in Uniform I mit Einführung

copy>paste

Deutschland 1931, 98 min, Regie: Leontine Sagan
mit Hertha Thiele, Dorothea Wieck, Emilia Unda, Erika Mann
Format:DCP

Sprache: Deutsch
Language: German

Unser Programm setzt bis auf Weiteres aus.
Bleibt gesund!

mit Einführung am 16.4.

Lesbische Liebe, preußische Erziehung, die prüde Adenauer-Zeit. In dieser Paarung von COPY>PASTE spielt die vielschichtige Interpretation eines erotischen Stoffes und ihr Bezug zu den jeweiligen zeitlichen und gesellschaftlichen Umständen eine Rolle: Wo der Film von 1931 die Konflikte nicht auflöst, bietet die weniger konfliktträchtige Verfilmung von 1958 zumindest eine individuelle Lösungsmöglichkeit. Und die Verschiebung der Beziehung der Hauptfiguren hin zu einem Mutter-Tochter-ähnlichen Verhältnis lässt vor dem Hintergrund des zeitlichen Abstandes zu 1945 eine weitere Lesart zu: die der gesellschaftlichen Verantwortung der Elterngeneration in der jungen BRD.


Aus der Reihe copy>paste:

Die Geschichte des Films beginnt mit einem Remake: Immer wieder fährt der Zug in den Bahnhof ein – als erstes bei den Gebrüdern Lumière in La Ciotat (1895), danach in New York (1896) oder im Lehigh Valley in Pennsylvania (1896). Seitdem hat sich das Verwerten erfolgreicher Stoffe nicht zuletzt kommerziell bewährt. Dabei hat das Remake mehr zu bieten als das Aufgießen alter Teebeutel. Das Remake ist selten Kopie, aber oftmals Zitat, Kommentar, Modernisierung – kein stumpfes „copy“, sondern kreatives „paste“ in einen anders gearteten Zusammenhang.
Das ganze Jahr über zeigen wir monatlich einen Film und sein Remake, begleitet von Einführungen.

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