Ich war zuhause, aber... in der Cinémathèque Leipzig

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Liebe Freund*innen der Cinémathèque,

offiziell dürfen die Kinos in Sachsen wieder öffnen. Doch bevor es losgehen kann, braucht es ein gutes Konzept, damit sich der Kinobesuch für euch und unser Team so sicher wie möglich gestaltet. Auch ein Programm braucht ein paar Tage Vorlauf. Und dass es wirtschaftlich für viele kleine Kinos alles andere als optimal ist, wenn wegen (natürlich wichtiger) Abstandsregelungen nur mehr eine Handvoll Gäste in den Saal passt, ist auch klar. Wir geben unser Bestes, um Lösungen zu finden und so schnell wie möglich wieder für euch da zu sein. Habt bitte noch etwas Geduld mit uns.

Wenn ihr uns unterstützen möchtet, könnt ihr Kinogutscheine (6,50€ pro Stück + einmalig Porto) bei uns bestellen. Schreibt dazu eine Mail an info@cinematheque-leipzig.de.

Wir danken euch von Herzen für all eure Unterstützung und freuen uns, euch so bald wie möglich wiederzusehen!

Bleibt gesund, munter, solidarisch und cinephil!

Eure Cinémathèque Embarassed


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Ich war zuhause, aber...

Female Focus

BRD/Serbien 2019, Drama, 105 min, Regie: Angela Schanelec
mit Maren Eggert, Jakob Lassalle, Clara Möller, Franz Rogowski, Lilith Stangenberg

Sprache: Deutsch mit englischen Untertiteln
Language: German with english subtitles

+++English version below+++

Eine Woche lang war der 13-jährige Philipp spurlos verschwunden. Nun kehr er nach Hause zurück, wortlos. Was er gesucht hat, können seine Mutter und seine Lehrer nur vermuten. Ein Ausgeliefertsein an die Natur oder eine Annäherung an den Tod, ausgelöst durch den Tod seines Vaters? Erzählt werden die ersten Wochen nach seiner Wiederkehr. Die Normalität des täglichen Lebens, das stolpernd wieder in Gang kommt, steht in hartem Gegensatz zur Nähe des Todes, in die sich Phillip begeben hat. In der Schule probt Philipp Szenen aus Shakespeares "Hamlet". Seine Mutter Astrid geht ihrem Beruf im Berliner Kunstbetrieb nach. Doch sie trägt schwer daran zu akzeptieren, dass ihr Sohn ein eigenes Leben führt, das sie nur begrenzt beeinflussen kann. Dann kommt Phillip mit einer Blutvergiftung ins Krankenhaus. Aufgerieben zwischen erneuter Sorge um das Kind, Versagensängsten und Schuldgefühlen, verliert die Mutter die Nerven. Aber die Kinder wenden sich nicht ab. Das Gefüge der Familie zerfällt, um sich neu zu bilden.
Die Kamera tritt stets einen Schritt zurück, gibt Mutter und Kindern den Raum und die Zeit, ihre Gefühle wieder- und anders zu entdecken. Unaufgeregt und wortkarg, werden Angela Schanelecs Filme der "Berliner Schule" zugerechnet. ICH WAR ZUHAUSE, ABER... wurde von der Kritik als bester Wettbewerbsbeitrag auf der diesjährigen Berlinale gefeiert.

After having disappeared for a week, Astrid’s 13-year-old son Phillip returns home one day without saying a word. Both his mother and teachers suspect that his disappearance may be related to the loss of his father. Only gradually does everyday life get back on track. Astrid now finds herself confronted with questions that provide a whole new perspective on her middle-class existence and her career in Berlin’s cultural sector. Her ideas about art also begin to change. At home, it becomes more and more difficult for this single mother to accept that her son is leading his own life. And then Phillip is admitted to hospital with blood poisoning. Astrid is a nervous wreck, wiped out by worry, guilt and her feelings of failure. But Phillip and his little sister do not turn away from her. The family may be disintegrating, but only to form itself anew.
The camera in this film remains at a discrete distance, providing mother and children with the space and time they need to rediscover and reappraise their feelings. These scenes are framed by others depicting school rehearsals of Shakespeare’s ‘Hamlet’, the purchase of a broken bicycle and other loose storylines that all echo each other. (Berlinale)


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